Zeitschrift

Gruner + Jahr stellt Trendmagazin „Neon“ zum Sommer ein

Sie lag einmal so ziemlich auf jeder WG-Toilette, nun wird die „Neon“ eingestellt. Ab August gibt es das Magazin nur noch digital.

Damals, im Jahr 2013, war die Neon noch ein Trendmagazin und lag auf so ziemlich jedem WG-Klo (Archivbild).

Damals, im Jahr 2013, war die Neon noch ein Trendmagazin und lag auf so ziemlich jedem WG-Klo (Archivbild).

Foto: imago stock&people

Hamburg.  Der Hamburger Verlag Gruner + Jahr stellt nach 15 Jahren sein Livestylemagazin „Neon“ ein. Das Heft erscheint am 18. Juni zum letzten Mal in seiner Printversion. Danach werde es „Neon“ nur noch digital geben, teilte der Verlag mit.

Chefredakteurin Ruth Fend bedauerte das Aus: „Wir würden wahnsinnig gerne weiter ein Heft für euch machen, mit all der Leidenschaft, mit der wir es noch immer jeden Monat tun. Aber ihr seid zu wenige geworden. Denjenigen, die sich verabschiedet haben, sind nicht genügend Jüngere gefolgt.“

Die Zeitschrift war 2002 mit einer Auflage von 27.000 Exemplaren gestartet, erreichte 2011 einen Spitzenwert von durchschnittlich 237.000 verkauften Heften pro Monat – und lag nach Verlagsangaben zuletzt bei 58.000 verkauften Heften.

„Nido“, Zeitschrift für „Neon“-Leser mit Kindern, geht weiter

Die aktuelle IVW-Meldung werde ein Minus von 23 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ausweisen, teilte der Verlag mit. „Nido“, ein seit 2009 publizierter Ableger für junge Eltern, wird fortgesetzt.

Der Verlag teilte auf epd-Anfrage mit, für die Redaktion des Magazins arbeiteten derzeit 20 Mitarbeiter. Betriebsbedingte Kündigungen könnten derzeit nicht vollständig ausgeschlossen werden. Der Verlag bemühe sich aber, sie zu vermeiden.

In diesem April brachte Gruner + Jahr zudem eine weiteres Magazin aus der „Stern“-Familie an den Kiosk: “JWD - Joko Winterscheidts Druckerzeugnis“ tritt als „junges Reportagemagazin“ an. (dpa/epd)