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Dschungelcamp 2018: Wann explodiert endlich jemand?

Das RTL-Trash-Format „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ ist bisher eine Geduldsprobe für die Zuschauer – weil der Krawall fehlt.

Von Oliver Stöwing
Dschungelcamp: Richtig auspacken – so offen sollte man wirklich sein

Dschungelcamp: Richtig auspacken – so offen sollte man wirklich sein

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Berlin.  Krawall, Geständnisse, bizarre Spiele, in denen Angstvolle zu Helden werden: Dafür wird das RTL-Dschungelcamp geliebt und gehasst. Doch so richtig wollen die Kandidaten diesmal nicht liefern: Die zwölfte Staffel war bisher eine Nullnummer. Das lag zum einen an Matthias Mangiapane.

Der 34-Jährige („Hot oder Schrott“) schaffte es zweimal hintereinander nicht, auch nur einen einzigen Stern bei seinen Dschungelprüfungen zu erkämpfen. Jeder Stern bedeutet Nahrung fürs Team, jedes Versagen vorwurfsvoll knurrende Mägen. Doch schon nach dem ersten Tauchversuch im Minikrokodil-Becken brach er ab: „Ich kann nicht mehr“, schnaufte er.

Dschungelcamp: Keine Sterne erspielt – das muss man tun
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Harte Zeit für Machos

Überhaupt die Männer. Statt sich die Wildnis Untertan zu machen, lümmeln sie träge auf den Pritschen oder lösen sich gleich ganz in Tränen auf. Zwei-Hit-Wunder Sydney Youngblood begann plötzlich zu weinen, als er über seine Frau sprach. „Ich hatte keine Chance, sie in den Arm zu nehmen. Ich fühle mich schlecht“, klagte er. Was nach einer Tragödie auf dem Sterbebett klang, bezieht sich nur auf den hastigen Aufbruch aus dem Luxushotel.

Ex-Fußballprofi Ansgar Brinkmann dagegen versuchte, sich als Macho zu positionieren. Dazu wiederholte er penetrant seine stupide Aussage, er wolle mit Kandidatin Kattia Vides „erst schlafen, dann reden“. Doch Lebefrau Tatjana Gsell stutzte ihn zurecht, indem sie ihn mit dem früheren Kandidaten Thorsten Legat verglich: „Der ist eine Kampfmaschine und du bist ein Mädchen.“