Vox-Show

„Parodont Creme“-Erfinder lässt Löwen Zähne zeigen

„Die Höhle der Löwen“ hat mit „Parodont“ ein Mittel gesehen, das potenziell jeder Mensch nutzen könnte. Erfunden hat es ein Zahnarzt.

"Die Höhle der Löwen": Das sind die Juroren

"Die Höhle der Löwen": Das sind die Juroren

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Berlin.  In der „Höhle der Löwen“ bei Vox haben Gründer den Investoren schon viel Zahnschmerzen bereitet, in anderen Fällen mussten die Löwen den Gründern mit halb garen Ideen die Zähne ziehen. Doch in der aktuellen Folge hat ein Zahnarzt ein Mittel präsentiert, das die Löwen nicht nur Zähne, sondern auch viel Interesse zeigen ließ.

Mit „Parodont Creme“ haben Ismail Özkanli (44) und sein Vater Hüsnü Özkanli (66) eine Creme erfunden, die ein Problem angeht, für das es nach Angaben der Gründer keine Lösung gibt: die Creme aus Schwarzkümmel-Öl bringt zurückgezogenes Zahnfleisch bei Parodontitis wieder zurück an den Zahn und schützt so dauerhaft die Zähne. Weil das Mittel auch einfache Zahnfleischentzündungen und Herpes behandeln können soll, gilt fast jeder Mensch in seinem Leben einmal als potenzielle Kunde.

Bei diesem Potenzial schienen alle Löwen eine fette Beute bei dem Berliner Zahnarzt Özkanli zu wittern und wollten kraftvoll zubeißen. Den Zuschlag bekamen schließlich Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel mit einem Kombi-Angebot: 100.000 Euro Investment für 30 Prozent der Firmenanteile. Sicher war es die Vertriebskraft von Dümmel und Maschmeyer, die das Angebot so interessant machte, doch auch das Brüllen des Löwen Dümmel besiegelte den einzigen Deal von Carsten Maschmeyer in dieser Folge: „Dümmel und Kümmel, da passt etwas zusammen“.

Mit Rosen von „Grace Flowerbox“ werden Löwen besänftigt

Während die Löwen bei „Parodont Creme“ Zähne zeigten und sich im Kampf um einen Deal zu zerfleischen drohten, konnten Blumen die Investoren zunächst beruhigen. Die Gründer von „Grace Flowerbox“ , einem Blumenversand mit ganz eigenen Verpackungsideen, zeigten eine beachtliche Präsentation. Lediglich E-Commerce-Experte Frank Thelen übte Kritik: „Sieht gut aus, riecht schlecht“.

Das Problem der Gründer Nina Wegert (25) und Kirishan Selvarajah (25) war jedoch nicht das Produkt, sondern der Cashflow. Aus eigenen Mitteln konnten beide die Produktion nicht vorfinanzieren. Das übernimmt nun aber die Unternehmerin Dagmar Wöhrl, die 150.000 Euro investiert und dafür 20 Prozent der Firmenanteile erhält.

Ein Löwe bekommt bei „Schnexagon“ Hunger auf Schnecken

Das Mittel „Schnexagon“ führte die Löwen aus ihrer Höhle erneut in die Pflanzen- und Tierwelt – allerdings dieses Mal in den Garten. Das Produkt ist ein natürlicher Lack, auf dem Schnecken sich nicht fortbewegen können. Auf Töpfer, Zähne oder Latten gestrichen, hält das Mittel so die unliebsamen Besucher fern. In dieses Produkt wollte Ralf Dümmel 500.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile investieren.

Während Dümmel das Produkt in Deutschland flächendeckend vertreiben will, hatte Gründerin Nadine Sydow (30) aus Kiel schon weitere Ideen – zum Beispiel für einen Anstrich, der Bewuchs auf Schiffen verhindern soll. „Wie das so ist mit dem Erfolg, wir wollen mehr“, sagte Sydow.

Fünf Inhaltsstoffe, die Judith Williams überzeugen

Nicht bei allen Deals ging es allerdings um große Summen oder rasantes Wachstum. „Nur“ 70.000 Euro investierte Judith Williams in die Marke „Five Skincare“. Die Gründerin Anna Pfeiffer (35) verarbeitet in ihrer Naturkosmetik jeweils nur fünf Inhaltsstoffe.

Während es für Pfeiffer zwar nicht so viel, aber immerhin das geforderte Geld gab, gingen zwei Start-ups komplett leer aus: „Bigbox Berlin“ und „Getaway“. Für umgebaute Überseecontainer und einen Dienst, mit dem Privatpersonen ihr Auto per App vermieten können, gab es kein Investment der Löwen.

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