Krimireihe

Dortmunder Terror-„Tatort“ wird nun doch verschoben

Zunächst wollte die ARD am nächsten Dortmund-„Tatort“ trotz seines Terror-Plots festhalten. Nun wird er doch auf später verschoben.

Szene aus dem nächsten Dortmunder „Tatort“: Die Ermittler Faber (Jörg Hartmann, 2.v.r.) und Bönisch (Anna Schudt, r) haben es mit Islamisten zu tun.

Szene aus dem nächsten Dortmunder „Tatort“: Die Ermittler Faber (Jörg Hartmann, 2.v.r.) und Bönisch (Anna Schudt, r) haben es mit Islamisten zu tun.

Foto: Frank Dicks / WDR

Berlin.  Erneut verschiebt die ARD einen „Tatort“ aus Rücksicht vor Opfern und Verängstigten nach einem Terroranschlag. Der zunächst für den Neujahrstag geplante Krimi aus Dortmund mit dem Titel „Sturm“, in dem es unter anderem um das Selbstmordattentat eines Islamisten geht, wird nun erst am 29. Januar zu sehen sein, wie Volker Herres, der Programmdirektor des Ersten, mitteilte.

„`Sturm` ist ein hochspannender ‘Tatort’ des WDR, der mit dem Selbstmordattentat eines Islamisten endet: mit Bildern und Eindrücken, die Assoziationen zum Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin wecken. Natürlich muss ein ‘Tatort’ nah an gesellschaftlichen Realitäten sein. Aber mit Rücksicht auf die Opfer, ihre Angehörigen, Betroffene und das Empfinden von Zuschauern wollen wir diesen ‘Tatort’ nicht am Abend des ersten Tages im neuen Jahr, sondern mit größerem zeitlichen Abstand zeigen“, erklärte Herres.

Stattdessen ist am Neujahrstag nun der „Tatort: Söhne und Väter“ vom Hessischen Rundfunk vorgesehen, der ursprünglich am 29. Januar laufen sollte.

Ende 2015 schon hatte die ARD einen „Tatort“ wegen der Terroranschläge in Paris vom November verschoben. Damals mussten die Fans der Krimireihe länger als geplant auf den nächsten Til-Schweiger-Krimi aus Hamburg warten. (ba)