Kuppel-Show

Dank Ziegen-Pediküre im „Bauer sucht Frau“-Liebestaumel

Klauen kürzen bei Ziegen, „Godis“ für Schafe – die „Bauer sucht Frau“-Kandidaten lassen dank tierischer Helfer Herzen höher schlagen.

Bei Ziegenwirt Roland (30) steht Klauenpflege auf dem Plan. Taxifahrerin Verena (20) gelingt die Arbeit schon ganz gut. Roland ins beeindruckt.

Bei Ziegenwirt Roland (30) steht Klauenpflege auf dem Plan. Taxifahrerin Verena (20) gelingt die Arbeit schon ganz gut. Roland ins beeindruckt.

Foto: RTL

Berlin.  Liebe kann so einfach sein. „Meine Ziegen haben sie akzeptiert, und sie hat meine Ziegen akzeptiert“, sagt Bauer Roland und ist sich damit sicher: „Verena ist die perfekte Frau.“ Hach, und wieder ein Happy End bei „Bauer sucht Frau“. Und das noch vor Ende der aktuellen Staffel.

Aber mei, wer will sich denn gegen seine Gefühle wehren? Wenn die Auserwählte keine Scheu davor hat, 400 Ziegen die Klauen zu schneiden, dann kann das doch nur die große Liebe sein. Roland kann das Talent seiner 20-jährigen Fast-Freundin kaum fassen: „Hast du das schon mal öfters gemacht, bei einem anderen Tier?“ Verena gluckst. „Nee, aber da hilft mir bestimmt meine Arbeit im Altenheim!“ Pediküre ist wohl gleich Pediküre?

Bauer Roland zeigt verborgene Talente

Aber kommen wir doch zu etwas Appetitlicherem – beispielsweise dem Nudel-Wurst-Auflauf, den sich Roland und Verena nach der kräftezehrende Arbeit mit den Ziegen mehr als verdient haben. Zumal die Krankenschwester in der Küche gleich noch die „verborgenen Talente“ des 30-Jährigen entdeckt: „Du bist ja ein Meisterkoch!“

Ein Glück, denn Männer, die „nur im Stall rumjödeln“, sind für Verena sowieso Verlierer. Dass ein Held am Herd und eine Koryphäe an der Klauenzange noch Single sind, können sie selbst kaum glauben. „Aber vielleicht klappt es ja jetzt!“, sagt Roland, zumal Verena beim ersten gemeinsamen Familienessen mit den Schwiegereltern in spe erneut fleißig Pluspunkte kassiert. (Was für den indiskreten Herrn Papa, der gleich nach Zärtlichkeiten zwischen den beiden fragt, übrigens nicht gilt.)

Üben für den Hochzeitswalzer?

Logisch, dass auf dieses Highlight nur ein weiteres folgen kann: ein Tanz im sauerländischen Wohnzimmer, zu den weltlichen Klängen von Udo Jürgens’ „Ich war noch niemals in New York“. Die 20-jährige Verena kann zwar gar nicht tanzen, aber bei so viel Einsatz ihres Liebsten hat sie „eben die Backen zusammengekniffen und losgelegt“. Sind es da nur noch wenige Schritte bis zum Hochzeitswalzer?

Auf bestem Weg dahin sind auch der „liebevolle Rinderzüchter“ Christian und seine Barbara, die sich links vom Pferdpopo näher gekommen sind. Die 27-Jährige durfte nämlich den Huf von Zosse Gipsy halten. Viel mehr war aus der Szene leider nicht rauszuholen, weswegen die beiden – Zufall oder etwa ganz geschickt von RTL inszeniert? – ebenfalls in der Küche landen.

Traummann ohne Backpulver-Kenntnisse

Barbara backt für den Besuch von Mutter Marianne und Tochter Katharina einen Käsekuchen. Helfer Christian hat zwar noch nie in seinem Leben Backpulver gesehen, aber was macht das schon? Sonst kommt er Barbaras Traummann „schon sehr nahe“. Und dass er sich dann auch noch mit ihrer Kleinen versteht, also das ist so schön, das kann sie „gar nicht in Worte fassen“. Wir verstehen dich, Barbara! (Den Untertiteln sei Dank.)

Etwas weiter südlich, in Oberbayern, sind Martin und Julia noch weit von Wolke sieben entfernt. Ob es daran liegt, dass Julia beim Rechen des Grases mit verhaltenem Elan am Werk war? Aber „in der Stadt kennen wir das auch nicht!“ Eben, Martin. Wollen wir die Ansprüche mal auf einem angemessenen Niveau halten. Nur: Will Julia die Frau an der Seite des „charmanten Chiemgauers“ werden, muss sich die Krankenschwester aus Baden-Württemberg wohl oder übel beweisen.

Pinkfarbene Gummistiefel für die Stallarbeit

Schließlich ist es Martin – ganz der Mann – wichtig, dass eine Frau nicht nur die für sie gewohnten Aufgaben übernimmt (den Haushalt und das Kochen). „Eine richtig geile Nummer“ wäre es vielmehr, wenn die Zukünftige auch noch auf dem Hof anpacken könnte. Nichts lieber als das, hm, Julia? Also rein in die pinkfarbenen Lack-Gummistiefel und ran an das Rind!

Mit aufmunternder Unterstützung der potenziellen Schwiegermutti läuft es mit dem Melken der Kühe und dem Füttern des Kälbchens. Und einen Tipp für den pflegeleichten Umgang mit Martin gibt es obendrauf: „Er ist sehr sensibel!“ Zeigt sich dann auch beim Spaziergang mit seinem Ziegenbock. Nicht. Oder wieso muss die arme Julia auch noch einen Bock an der Leine führen?

Wo „stabile Frau“ als Kompliment gilt

Ähnliches dürfte sich wohl auch Nicole gedacht haben, die Auserwählte von Gerhard, 76, sächsisch, Kuhbauer. Der fordert sie nämlich auf, in der Pferdebox für Sauberkeit zu sorgen. Und, holla, wie Nicole die Box entmistet! Um es mit Gerhards liebevollem Lob zu sagen: „Sie ist eine stabile, starke Frau!“ ‚Stabil‘? Da hätte der Erzgebirgler sicher noch ein ansprechenderes Adjektiv finden können, aber war wohl nett gemeint. Das anschließende Nacheifern von krähendem Federvieh war jedoch zu viel des Guten.

Und es wurde noch besser: Auf fein geprasselt, mit Krawatte, Weste und weißer Rose ausgerüstet, gesteht Gerhard seiner Nicole, dass „es eine schöne Woche war“. Die 52-Jährige ist „baff“. (Hoffentlich nicht nur wegen der missratenen Wahl der Turnschuhe zum Anzug.). Aber sie will wiederkommen, falls Gerhard sie noch mal einlädt. Hat er vor – auch wenn sie „erstmal nur Freunde sind“. Buh. Eine innige Umarmung, wenn auch kein Küsschen, gibt’s trotzdem.

Mitsommer bei den Waldschafen

Etwas herzlicher geht es bei Hobbybauer Fritz zu, der im hohen Norden um seine Ingrid buhlt. Die passt mit ihrem blondem Schopf perfekt in die schwedische Kulisse und macht auch ansonsten alles richtig. Die fünf Waldschafe füttert sie mit „Godis“ (Schwedisch für „Süßigkeiten“, wieder was gelernt) und hat dabei einen solchen Spaß, dass sie das jetzt immer machen möchte. Vorausgesetzt natürlich, die Rentnerin verlässt für Fritz ihre Heimat Rheinland-Pfalz.

Aber wer feiert in dem Bundesland schon Mittsommer? Das traditionelle Fest erlebt Ingrid mit Fritz zum ersten Mal, samt vom Bauern geflochtenen Blumenkranz. „Ich bin stolz wie ein König, dass ich so eine attraktive und sympathische Frau mitnehmen darf!“, sagt Fritz ganz gerührt. Ob er die Gelegenheit angesichts des Froschtanzes, den Ingrid nur widerwillig über sich ergehen lässt, noch einmal hat, wird sich zeigen. Seine Schafe haben sie auf jeden Fall schon akzeptiert.