Casting-Show

Enttäuschte Kandidaten – „The Voice“-Juroren geben Fehler zu

Es zog sich durch die Sendung, wie ein roter Faden. Bei der Songauswahl griffen die „Voice“-Juroren das eine oder andere Mal daneben.

Trotz Startschwierigkeiten: Bei „The Voice of Germany“ setzte sich der Blues-Rocker Marc (l.) gegen den Metal-Fan Michael durch.

Trotz Startschwierigkeiten: Bei „The Voice of Germany“ setzte sich der Blues-Rocker Marc (l.) gegen den Metal-Fan Michael durch.

Foto: Andre Kowalski / obs

Berlin.  Die Blind Auditions sind abgeschlossen. Die Teams rund um die Coaches Samu Haber, Yvonne Catterfeld, Smudo und Michi Beck und Andreas Bourani sind gewählt. Nun mussten sich die Kandidaten in der „The Voice“-Arena beweisen. Im direkten Gesangsvergleich traten die Kandidaten am Sonntag gegeneinander an.

In Vorbereitung auf die Show am Sonntag wählten die Coaches die jeweiligen Gesangspartner und trafen die Songauswahl. Doch die war, wie sich im Verlauf der Sendung herausstellte, nicht immer richtig. Kurz vor der Show trafen Smudo und Michi Beck eine Entscheidung. Ihre Kandidaten Danyal und Shpresim mussten ein neues Lied einstudieren.

„Man fühlt sich wie ein Versager“

Ursprünglich hatten die Coaches geplant, die beiden mit einer Interpretation von Rag’n’Bone Mans „Human“ antreten zu lassen. Doch bereits in den Proben wurde klar: dieser Song liegt den beiden Talenten gar nicht. Vergeblich bemühten sich die Coaches Danyal und Shpresim auf den Song einzustimmen. Statt Motivation breitete sich unter den Kandidaten Frustration aus. „Man fühlt sich wie ein Versager“, so Shpresim.

Dann gestanden Smudo und Michi Beck zum ersten Mal in ihrer „The Voice“-Karriere, einen Fehler bei der Songauswahl begangen zu haben. Sie boten den Kandidaten eine Alternative an: „Pillowtalk“ von Zayn. Danyal und Shpresim zeigten sich erleichtert. In der Show begeisterten sie das Publikum und alle fünf Coaches. Shpresim habe eine einzigartige Stimme mit hohem Wiedererkennungswert, fanden Yvonne und Andreas. Die Juroren vom Team Fanta aber entschieden sich trotzdem gegen ihn und nahmen Danyal mit in die nächste Runde.

Prominente Unterstützung im Team Samu

Wenig begeistert war auch Sem vom seinem Team-Chef Samu Haber, als er erfuhr, dass er mit „Magnetised“ von Tom Odell gegen seinen Konkurrenten Fabian antreten muss. Das Stück sei einfach nicht sein Ding, beklagte der Mallorquiner. Das sollte sich ändern. Dazu holte Samu keinen geringeren als den Weltstar Tom Odell höchstpersönlich in die Berliner Proberäume. Und tatsächlich schienen die Tipps des Profis anzukommen – die Talente lieferten eine gelungene Performance ab.

Doch nach der Show hagelte es Kritik – sie ging aber auf das Konto von Samu. Das Lied habe die Stimmen der Sänger nicht richtig zur Geltung gebracht, fanden die anderen Juroren. Fabian bekam die Chance, sich in der nächsten Runde zu beweisen. Für Sem war die „The Voice“-Reise an dieser Stelle beendet.

Bourani schnappt sich Kandidaten weg

Eine bessere Liedauswahl traf Samu für die Kontrahenten Flo und Bünyamin. Sie sangen „Musik sein“ von Wincent Weiss. Beide konnten sich schnell mit der Melodie und dem Text identifizieren – am Ende hatte Samu die Qual der Wahl. „Ich habe gehofft, dass einer von euch verkackt“, so der Coach.

Diese Hoffnung erfüllte sich nicht. Beide Kandidaten lieferten auf hohem Niveau ab, überzeugen konnte aber nur einer – Samu entscheidet sich für Flo. Für Bünyamin schien der Traum zunächst beendet. Fast. Mit einer lässigen Handbewegung drückte Bourani den roten Buzzer und rettete damit den ausgeschiedenen Kandidaten in die nächste Runde. Nun singt Bünyamin im Team Andreas.

Pianoklänge gegen Gitarrenriffs – Metall gegen Blues

Das größte Battle der Show kam jedoch zum Schluss: Der bärtige Powerrocker Michael gegen den lässigen Melonenhutträger Marc. Pianoklänge gegen Gitarrenriffs. Metall gegen Blues. Doch auch hier verliefen die Vorbereitungen nicht ohne Startschwierigkeiten. Smudo und Michi Beck gingen auf Risiko – ihre Wahl fiel auf Tim Currys „Sweet Transvestite“ aus dem Musical „The Rocky Horror Picture Show“. Michael fühlte sich leicht im Vorteil, denn er kennt das Musical, kennt auch das Lied.

Für den Schweizer Marc ist der Titel jedoch absolutes Neuland. Doch er fand sich in die Nummer ein. Beide Kandidaten brachten mit ihrer Darbietung die Bühne zum Glühen. Das Publikum verlangte Zugabe – und bekam diese auch. „Es war gigantisch und historisch, was ihr hier abgeliefert habt“, so das Urteil von Yvonne. Doch nur ein Talent verließ die „The Voice“-Arena als Sieger – Smudo und Michi Beck entschieden sich für den Chaoten Marc.