„Tagesthemen“

Ingo Zamperoni: „Isch habe gar keinen Schlusssatz“

Was würde Ingo Zamperoni am Ende der „Tagesthemen“ sagen? Nun, der neue Moderator hatte am Montagabend eine kleine Überraschung parat.

Ingo Zamperoni feierte sein Debüt als „Tagesthemen“-Moderator.

Ingo Zamperoni feierte sein Debüt als „Tagesthemen“-Moderator.

Foto: Bodo Marks / dpa

Berlin.  Premiere für Ingo Zamperoni: Der bisherige ARD-Korrespondent in den USA gab am Montagabend sein Debüt als Moderator der „Tagesthemen“ im Ersten. In den letzten Tagen hatte der Neue den Hype um seinen Auftritt mit Spekulationen um seinen „letzten Satz“ ein bisschen sehr angeheizt – den Satz also, mit dem der Moderator die Zuschauer zum Schluss der Sendung verabschiedet. Da wäre weniger mehr gewesen.

Mit einem Zitat des italienischen Dichters Dante stieg Zamperoni am Montagabend in die „Tagesthemen“ ein: „Das Gesicht verrät die Stimmung des Herzens.“ Beim Schlusssatz entschied sich der Deutsch-Italiener Zamperoni, der bei seinem Einstand einen souveränen Eindruck machte, dann für diese Variante, in Anlehnung an einen alten Werbespot: „Isch habe gar keinen Schlusssatz.“ Vielleicht werde er sich aber noch einen ausdenken.

Miosga witzelte zuvor über Schlusssatz

Der 42 Jahre alte Zamperoni übernimmt den Job bei den „Tagesthemen“ von Thomas Roth, der am 21. November 65 Jahre alt wird und sich in den Ruhestand verabschiedet hat. Zamperoni moderiert die Nachrichtensendung im Wechsel mit Caren Miosga (47). Sie ist bereits seit 2007 dabei.

Zamperonis Vorgänger hatten sich jeweils einen Schlusssatz als Markenzeichen zugelegt: Ulrich Wickert („Eine geruhsame Nacht“), Tom Buhrow („Morgen ist ein neuer Tag.“) und Thomas Roth („Kommen Sie gut durch die Nacht!“) verabschiedeten sich stets mit demselben Satz. Auf Twitter hatte vor der Sendung das „Tagesthemen“-Team vor Zamperonis erstem Auftritt über dessen Schlusssatz gewitzelt. Kollegin Caren Miosga schlug etwa vor, einen Computer als Zufallsgenerator zu nutzen.

Schlusssatz auch während der Sendung Thema

Und auch in Sendung wurde der Schlusssatz – ganz am Rande – zum Thema. Als Zamperoni am Ende des Interviews mit EU-Parlamentspräsident Martin Schulz zum Thema Ceta den SPD-Politiker noch schnell zu seinen Kanzlerambitionen fragte, blaffte der pikiert zurück, das sei ja eine sehr schöne Frage für die erste Sendung. Und dann: „Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, Ihren Schlusssatz zu finden.“