Start-up

Porsche und Audi helfen Park-App aus "Höhle der Löwen"

In der „Höhle der Löwen“ konnte die App Evopark kein Geld einsammeln. Von anderen Investoren gab es dafür eine Millionen-Euro-Spritze.

Tobias Weiper (27), Sven Lackinger (25), Marik Hermann (25) und Maximilian Messing (26) sind die Gründer der Park-App Evopark.

Tobias Weiper (27), Sven Lackinger (25), Marik Hermann (25) und Maximilian Messing (26) sind die Gründer der Park-App Evopark.

Foto: Stefan Gregorowius / Vox

Berlin.  Beinahe hätte das junge Gründer-Team um die Firma Evopark einen Rekord bei "Die Höhle der Löwen" verzeichnet: es stand kurz davor, 1,5 Millionen Euro als Investment in der Vox-Show einzusammeln. Der Digitalexpere Frank Thelen und Carsten Maschmeyer waren bereit, viel Geld zu geben, aber aus Sicht der Gründer haben sie im Gegenzug zu viele Geschäftsanteile verlangt. Und so blieb dem Start-up nur eine große Werbefläche für ihre Idee, mit einer App das Parken in Innenstädten zu vereinfachen.

Diese Idee hat Partner wie Audi, Porsche und die Versicherungsgruppe Axa überzeugt, wie auf der Internetseite des Unternehmens zu lesen ist. In einer letzten Investitionsrunde konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben zudem noch weit mehr Geld einsammeln als in der "Höhle der Löwen" gefordert. Insgesamt vier Millionen gab es demnach für Evopark.

Porsche wohl auch Investor

Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, war auch Porsche einer der damaligen Investoren und damit mehr als nur ein Partner. Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, soll der Sportwagenhersteller eine siebenstellige Summe in das Start-up Evopark investiert haben.

Das Konzept hinter Evopark stellt eine kleine Revolution des Parkgeschäfts dar. Eine Sensorkarte macht das Ticketziehen in zahlreichen Parkhäusern unnötig und Schranken öffnen sich wie von Geisterhand. Die Bezahlung erfolgt nicht mit unzähligen Münzen am Automaten, sondern über die App. Und weil als Partner auch Einzelhändler in einigen Großstädten an Bord sind, gibt es auch dort Rabatte oder Vergünstigungen bei den Parkkosten. Ob ein Parkhaus noch über freie Plätze verfügt, zeigt eine Karte in der App an.

Bisher gibt es Evopark in Düsseldorf und Stuttgart, in Koblenz läuft eine Testphase. In den entsprechenden Parkhäusern hat das Unternehmen Sensoren anbringen lassen, die die Parkkarte auch im Auto liegend erkennen.

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