TV-Serie

„Legends of Tomorrow“: Die Zukunft braucht Superhelden

Die neue Serie „Legends of Tomorrow“ überzeugt mit Tempo, Action und Humor. Pro 7 zeigt die Fantasyserie künftig immer dienstagabends.

Bereit für den Kampf. Hawkman und Hawkgirl treten gegen den unsterblichen und übermächtigen Vandal Savage an.

Bereit für den Kampf. Hawkman und Hawkgirl treten gegen den unsterblichen und übermächtigen Vandal Savage an.

Sie haben Namen wie Fire­storm, The Atom, Captain Cold, The Heatwave oder Hawkgirl. Sie können fliegen oder sich winzig klein machen, einige sind unsterblich, fast alle unglaublich stark. Oder sie haben Waffen, die unglaublich stark sind. Kurzum, sie sind das, was man landläufig Superhelden nennt, und bei Pro7 kommen sie künftig gleich in Mannschaftsstärke. Die „Legends Of Tomorrow“ nahmen an diesem Dienstag (21.15 Uhr), die „Legenden von morgen“, ihre Arbeit auf .

Und da gibt es viel zu tun. Denn natürlich ist wieder einmal nicht weniger als die Welt in Gefahr, wenn auch die des Jahres 2166. Da hat ein übler Schurke namens Vandal Savage die Macht an sich gerissen und terrorisiert den Globus.

Es kracht und knallt – und der Humor kommt auch nicht zu kurz

Zum Glück gibt es in der Zukunft längst die Möglichkeit zur Zeitreise, und so macht sich ein junger Mann namens Rip Hunter – schwuppdiwupp – mal eben auf in die Vergangenheit, um das Übel schon im Keim zu ersticken.

Zwecks Unterstützung re­krutiert er Helden aus dem Comicuniversum des amerikanischen Verlags DC – wo sie bisher allerdings nur in Nebenrollen zu sehen waren oder sogar als Kleinganoven ihr Leben verbrachten.

“Legends of Tomorrow“ nehmen sich selbst nicht ernst

Nun treten diese „glorreichen Sieben für mittlere Lohngruppen“ ins Rampenlicht, und das machen sie besser, als man es nach den letzten Kinofilmen mit DC-Heroen erwarten durfte. Das liegt vor allem daran, dass die Serie einen viel leichteren Ton anschlägt als die Kinoproduktionen – wo sich Batman zum Lachen in seine Höhle verkriecht und Superman für vieles bekannt ist, nicht aber dafür, eine Stimmungskanone zu sein.

Die „Legends of Tomorrow“ dagegen nehmen sich selbst nicht ernst, was sie sehr erfrischend macht. Dazu gehen sie ein so hohes Tempo, dass weder die Ungereimtheiten in der Story störend auffallen noch die fehlende Tiefe der einzelnen Figuren. Binnen einer halben Folge ist das Team zusammengestellt, und ganz nebenbei werden mehrere Handlungsfäden ausgelegt. Dazwischen kracht und knallt es, dass der Fernseher wackelt, und der Humor kommt auch nicht zu kurz, könnte hier und da aber etwas weniger platt sein.

Dialoge manchmal gestelzt

Die Serie funktioniert, solange sie Action auf den Bildschirm bringt. Das macht sie oft, und auch wenn man Explosionen und Spezialeffekten manchmal ansieht, dass das Budget nicht grenzenlos war, wird man gut unterhalten, sofern man sich auf Superheldengeschichten einlässt.

Schwierig wird es immer dann, wenn zwischendurch ruhigere Töne angeschlagen werden. Dann wirken die Dialoge gestelzt und manche Konflikte ziemlich konstruiert.

In USA steht zweite Staffel bevor

In den USA waren die Helden aus der zweiten Reihe dennoch so überaus erfolgreich, dass im Oktober bereits eine zweite Staffel startet. Dort mussten sie allerdings nicht wie in Deutschland immer wieder gegen Champions League oder ungelöste Kriminalfälle unter dem Aktenzeichen XY antreten – beides Gegner, die zwischen Alpen und Nordsee schwieriger zu besiegen sind als jeder Superschurke.

Fazit: Leichte Superheldenkost am frühen Abend, die vor allem jüngeren Menschen schmecken dürfte. ( ;

K Pro7, dienstags, 21.15 Uhr