Fernsehen

Singen, saufen, sabbeln: „Inas Nacht“ feiert Jubiläum

Gratulation zur 100. Folge „Inas Nacht“: Was wir an der Sparten-Show von Nordlicht Ina Müller sehr mögen und was nicht. Ein Glossar.

Seit 100. Sendungen meldet sich Ina Müller aus dem „Schellfischposten“ in Hamburg.

Seit 100. Sendungen meldet sich Ina Müller aus dem „Schellfischposten“ in Hamburg.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Hamburg.  Ina Müller feiert an diesem Samstag in der Hamburger Hafenkneipe „Schellfischposten“ die 100. Folge von „Inas Nacht“. Wir gratulieren mit einem Ina-Müller-Glossar.

I wie Indiskretion: Erst gibt es Whiskey-Cola, dann geht es unter die Gürtellinie: „Hatte ein Schauspielkollege bei dir schon mal eine Latte bei einer Bettszene?“ – Fragen, wie diese an Schauspielerin Nora Tschirner, gehören bei Ina dazu wie Bier und Schnaps.

N wie Nebenwirkungen: Früher war das ganz normal, bei TV-Shows zu bechern und zu paffen, was Leber und kiloschwere Glasaschenbecher aufnehmen konnten. Solche Bilder sind aus dem Fernsehen verschwunden. Aber bei „Inas Nacht“ sorgt Wirtin Ursula Müller, dass die Gläser voll sind. Nach dem Motto: „Ina verträgt schon was. “

A wie Abseits: Kann sie erklären, mit Fußball kennt sie sich aus. Und da sie gern was zu feiern hat, schlägt ihr Fanherz für den FC Bayern. Ist ja klar: Gerd, Thomas, Ina, Hauptsache Müller.

M wie Musik: Ina Müller macht Musik, sie liebt einen Musiker – Johannes Oerding – und so ist auch „Inas Nacht“ eigentlich eine Musiksendung. Die Kleine-Ina-Müller-Band in der Kneipe und die 20 Sänger des Wilhelmsburger Shantychors „De Tampentrekker“ gehören zum festen Inventar.

Ü wie überall: Ina tauchte im „Großstadtrevier“ auf, auch bei „Lafer! Lichter! Lecker!“ (Ina verstand das wahrscheinlich als „Laber! Lieber! Lauter!“). Erst als sie 2012 gemeinsam die Echo-Verleihung moderierten, verstummten die Gerüchte, dass Ina Müller und Barbara Schöneberger ein und dieselbe Person seien.

L wie Labertasche: Das Wort Kodderschnauze mag Ina Müller nicht so gern. Aber das macht nichts. Quasselstrippe, Schnatterente, Plapperliese, Vorspultaste, das passt alles. Schließlich steht ihr Erfolg auf drei Säulen: „Singen, saufen, sabbeln.“

L wie Loddelhosen: Früher trugen sie Loddel (Luden, Zuhälter) gern, heute eigentlich nur noch Ina Müller dann und wann: weit geschnittene, flatternde, bunt gemusterte Stoffhosen. Was sie damit kaschieren will (die Pfunde natürlich), erzählt sie ausführlichst.

E wie Enge: Mit Ina, den Prominenten, dem Drehteam und der Band ist der „Schellfischposten“ so gut abgefüllt, dass nur knapp ein Dutzend Gäste Platz in der Pinte haben, der Rest steht mit dem Shantychor bei Wind und Wetter vor der Tür. Und mittlerweile wollen schon fast so viel Menschen angeblich bei „Inas Nacht“ im Posten gewesen sein wie einst bei den Beatles im „Kaiserkeller“.

R wie rundes Jubiläum: 100 Sendungen, das ist eine bemerkenswerte Leistung für ein Format, in dem schon mal Wörter wie „Penisfondue“ (Jenke von Wilmsdorff) oder „Hammerlatte“ (Thomas D) fallen. Für eine Sendung, in der hemmungslos gezecht wird und wo man nie weiß, was man bekommt. Verona Pooth oder Heike Makatsch? Die Amigos oder Lukas Graham, Jan Böhmermann oder Alice Schwarzer? Ina Müller und ihr Team haben bei der Auswahl der Gäste und Themen überhaupt keine Berührungsängste, und so wird weiterhin mit Erfolg gesungen, gesoffen und gesabbelt.

• „Inas Nacht“, ARD, Samstag, 13.8, 23.10 Uhr