Digitalisierung

Mediatheken bieten Alternativen zum traditionellen TV

Wer derzeit eine Alternative zum Fußball sucht, wird im aktuellen Programm oft nicht fündig. Mediatheken bieten eine Auswahl auf Abruf.

Von Jonas Erlenkämper
Faber für Fans: Die Dortmunder „Tatort“-Folge „Hydra“ (mit Jörg Hartmann) lief am 17. Juni im Fernsehen. Im Netz ist sie noch bis Sonntag, 17. Juli, kostenlos abrufbar. Aus Jugendschutzgründen aber nur zwischen 20 und 6 Uhr.

Faber für Fans: Die Dortmunder „Tatort“-Folge „Hydra“ (mit Jörg Hartmann) lief am 17. Juni im Fernsehen. Im Netz ist sie noch bis Sonntag, 17. Juli, kostenlos abrufbar. Aus Jugendschutzgründen aber nur zwischen 20 und 6 Uhr.

Foto: ARD

Berlin.  Schon wieder Fußball im Fernsehen? Wer eine Alternative sucht, wird im aktuellen Programm oft nicht fündig. Doch kein Grund zu resignieren: Die Mediatheken halten Alternativen bereit. Über fünfzig Prozent der Zuschauer, so eine Umfrage der Marktforscher von Bitkom Research, nutzen das Angebot. Der Vorteil: Sie können selbst bestimmen, wann sie eine Sendung schauen möchten. Eine Übersicht.

ARD

Unter dem ARD-Dach finden Zuschauer fast alles, was Das Erste, die dritten Programme, ARD-alpha, Eins Plus und Eins Festival ausstrahlen – von der „Lindenstraße“ bis zum Elfmeterkrimi gegen Italien. Ausnahme sind die meisten ausländischen Spielfilme. Wie lange die Sendungen verfügbar sind, regelt der Rundfunkstaatsvertrag: Tägliche Serien dürfen eine Woche online bleiben, Dokumentationen zwölf Monate, kulturelle Beiträge fünf Jahre. Der „Tatort“ wird nach 30 Tagen gelöscht. Im Internet kursiert der Tipp, den Film einfach zu speichern. Doch das ist rechtlich heikel. ardmediathek.de

ZDF

Wie das ARD-Angebot kostet die gemeinsame Mediathek des ZDF und seiner Ableger mit 3sat und Phoenix – abgesehen vom Rundfunkbeitrag – nichts. Auf der Seite preist der Sender vor allem aktuelle Dokus und Reportagen an. Die Nutzer suchen beim Zweiten überwiegend nach Informationen: Im vergangenen Jahr waren die Abrufzahlen während und nach den Terroranschlägen von Paris und dem Germanwings-Absturz am höchsten. Unter der Rubrik „Filme“ stehen auch leichtere Produktionen wie „Lena Lorenz“ oder die „Herzkino“-Reihe. zdf.de

TV now (RTL)

Unter diesem Begriff bündelt die RTL-Gruppe die Angebote ihrer Sender (inklusive Vox und N-TV). Es gibt eine kostenlose Standardversion, in der die Sendungen mit viel Werbung laufen, und eine „Plus“-Version für knapp drei Euro im Monat: Mehr Serienfolgen, abrufbar teilweise vor der TV-Ausstrahlung, weniger Werbung, Live-stream. Das laufende Programm speichert RTL bis zu 30 Tage. tvnow.de

7tv (ProSieben)

In der Mediathek der ProSieben-Sat.1-Gruppe gibt es vor allem Unterhaltungsshows und Serien: „Rosins Restaurants“, „The Biggest Loser“, „Bonanza“, dazu Ausschnitte aus US-Sitcoms. Das Angebot mit Livestream aller Sender kostet 2,99 Euro im Monat. 7tv.de

Arte +7

Dem Senderprofil entsprechend setzt das Onlineangebot neben Spielfilmen vor allem auf Geschichte und Kultur. So findet sich dort etwa eine Woody-Allen-Inszenierung der Oper „Gianni Schicchi“ an der Los Angeles Opera. Ärgerlich: Schon nach einer Woche fliegen die Beiträge wieder aus dem Programm. arte.tv