Europameisterschaft

So viel Fußball-EM 2016 gibt es im Fernsehen zu sehen

Und das Spiel dauert 90 Minuten: Wie die Fernsehsender ARD, ZDF und Sat.1 von der Fußball-Europameisterschaft ab Freitag berichten.

Von Lion Grote
Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn (links) und Oliver Welke bilden das Moderatorenduo im Zweiten.

Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn (links) und Oliver Welke bilden das Moderatorenduo im Zweiten.

Foto: imago/Stefan Zeitz

Am Freitag um 21 Uhr ist Anstoß. Mit der Partie Frankreich gegen Rumänien beginnt die Fußball-Europameisterschaft. Und eines ist schon jetzt klar: Noch nie gab es so viele Spiele zu sehen wie diesmal. Denn erstmals kämpfen 24 Mannschaften um den Titel. Das bedeutet mindestens 51 Spiele in vier Wochen und 4590 Minuten Fußball live. Da braucht selbst der größte Fan Durchhaltevermögen.

ARD

Das Erste überträgt 22 Spiele der Europameisterschaft, darunter den Auftakt der deutschen Mannschaft gegen die Ukraine (12. Juni, 21 Uhr) und das Finale (10. Juli, 21 Uhr). Bis zum Viertelfinale gibt es drei Anstoßzeiten: 15 Uhr, 18 Uhr und 21 Uhr. Doch schon während des Morgenmagazins melden sich die Reporter aus Frankreich. An Spieltagen wird es also nicht viel anderes als Fußball zu sehen geben. Das Topspiel des Tages wird vom bekannten Duo Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl live aus dem jeweiligen Stadion präsentiert. Der Vorlauf zu den anderen Partien kommt aus einem Studio in Paris – präsentiert von Moderator Alexander Bommes und Experte Arndt Zeigler. Und auch nach Abpfiff der letzten Partie eines Tages ist noch nicht Schluss mit Fußball. Dann meldet sich Reinhold Beckmann mit prominenten Gästen aus der Sportschule Malente in Schleswig-Holstein.

ZDF

Das ZDF überträgt 23 Spiele, darunter Deutschland gegen Polen (16. Juni, 21 Uhr). Im Zweiten sind Oliver Welke und Oliver Kahn das eingespielte Moderatorenduo. Allerdings bleibt das ZDF – anders als die ARD – dauerhaft im Pariser Studio und analysiert die Spiele von dort mit moderner Technik. Dazu soll es nach Angaben des Senders „offene Gesprächsrunden“ geben. Als Gäste sind unter anderem Boris Becker, Ex-Skifahrer Christian Neureuther und Sänger Mark Forster geplant. Aus dem Quartier der deutschen Mannschaft melden sich zudem Katrin Müller-Hohenstein und der ehemalige Nationalspieler Simon Rolfes. Weitere ZDF-Experten sind Sebastian Kehl, Trainer Holger Stanislawski und Ex-Schiedsrichter Urs Meier. Ein großes Team im Vergleich zur ARD. „Wir wollen ein größeres Meinungsspektrum bieten“, erklärt ZDF-Programmchef Christoph Hamm. Und noch eine Besonderheit bietet das ZDF: Mit Claudia Neumann wird erstmals eine Frau Spiele eines Herrenturniers im deutschen Fernsehen kommentieren. Sie wird unter anderem beim Spiel Italien gegen Schweden (17. Juni, 15 Uhr) zu hören sein.

Sat.1

Nachdem mit RTL bereits ein Privatsender Qualifikationsspiele der deutschen Mannschaft überträgt, stößt nun auch Sat.1 dazu. Der Sender wird sechs Spiele der Vorrunde übertragen, darunter Ukraine gegen Polen (21. Juni, 18 Uhr) aus der deutschen Gruppe. Da die Spiele des letzten Spieltags in jeder Gruppe zeitgleich angepfiffen werden, wird parallel immer auch eine Partie bei ARD oder ZDF gezeigt. Vor und nach den Spielen meldet sich Moderator Frank Buschmann aus dem Europapark in Rust. Ihm zur Seite als Co-Moderator steht Marcel Reif, der gerade seine Karriere als Kommentator bei Sky beendet hat. Sie empfangen an jedem Spieltag weitere prominente Experten, darunter die Ex-Nationalspieler Felix Magath, Horst Heldt, Fredi Bobic und Marco Bode. Die Spiele lässt Sat.1 gleich von zwei Experten kommentieren. Hansi Küpper und Mirko Slomka melden sich aus dem jeweiligen Stadion.