Moderatorin

Beatrice Egli fand den Weg von der Metzgerei auf die Bühne

Beatrice Egli ist ein Arbeitstier, schläft manchmal nur fünf Stunden – in der Woche. Dennoch ist die „DSDS“-Siegerin stets gut gelaunt.

Beatrice Egli moderiert „Die große Show der Träume“ in der ARD – für ihren Job gibt sie alles.

Beatrice Egli moderiert „Die große Show der Träume“ in der ARD – für ihren Job gibt sie alles.

Foto: BR/ARD

Berlin.  Wie sie da steht vor ihrem Hotelzimmer in Berlin, freundlich, aber unauffällig, dass man fast an ihr vorbeigelaufen wäre. Andere Stars lassen bitten. Sie aber holt ihre Gäste persönlich ab, bietet Häppchen an und verströmt sofort eine Stimmung wie auf einem Familiengeburtstag: Beatrice Egli (27) wird zum zweiten Mal „Die große Show der Träume“ moderieren. Manchmal lacht sie so, als könnte sie es selbst nicht glauben.

Sie schüttelt dann den Kopf, dass die blonden Haare nur so fliegen, sagt beispielsweise, dass ihr ganzes Leben selbst als Traum bezeichnet werden könnte. Sie habe diesen Höhenflug einfach nicht erwartet. „Als ich vor drei Jahren DSDS gewonnen hatte, dachte ich, das geht jetzt vielleicht ein Jahr so weiter mit dem Erfolg. Und dann steh’ ich wieder in der Metzgerei.“

Die Metzgerei gehört ihren Eltern in der Schweiz. Schon als Kind hat sie mitgeholfen, dort oben im Pfäffikon, tut es immer noch, wenn sie daheim ist. Denn sie wohnt ja immer noch in der Nähe der Eltern.

Ein Herz für Blümchen und Pilcher

Jetzt ist das Dorf weit weg für Egli, die in engen Hosen in ihrer Hotelsuite sitzt, an den Füßen schwarze, hohe Wildlederstiefeletten. Die Metzgerei ist mehr als nur das Geschäft der Eltern. Es ist eine Art Versicherung, „wenn mal alles schiefgehen sollte“. Wenn sie das sagt, verliert sie das natürliche Strahlen. Sie freut sich, dass sie gleich noch eine Absicherung hat: Sie ist gelernte Friseurin. „Haare wachsen immer – und essen müssen die Leute auch.“

Egli ist ein Arbeitstier: Drei Jahre kaum Urlaub gemacht, so gut wie kein Wochenende frei. Allein die Vorbereitung für ihre Show hätten ein halbes Jahr in Anspruch genommen. Manchmal nur fünf Stunden Schlaf – in der Woche. Ja, es gebe auch Momente, zum Beispiel im Flugzeug, wo sie mal nichts zu tun hat und Zeit hat, sich zu fragen, wie sie das alles schaffen soll.

Sie liebt das, was sie tut. Aber sie merke manchmal schon, dass es zu viel ist. Ihr Problem sei, dass sie nicht Nein sagen kann. Aber Probleme? So ein Wort wischt sie weg. Hört lieber Musik, gerne Schlager und Pop, um wieder auf gute Gedanken zu kommen.

Nichts ist einstudiert

Mit Schlager und Pop ist sie aufgewachsen. „Blümchen, Britney Spears, Backstreet Boys oder David Hasselhoff.“ Peinlich ist ihr gar nichts. Auch nicht, dass sie sich zur Entspannung im Fernsehen Rosamunde Pilcher anschaut. Sie liebt Liebesfilme, hat aber selbst keine Zeit für die Liebe. Dabei ist sie doch der geborene Familienmensch: Drei Brüder, über 80 Cousins und Cousinen. Und damit sei sie voll kompatibel für eine Familienshow wie „Die große Show der Träume“. Etwas für Groß und Klein soll der Abend sein. „Für meinen Opa, der 88 ist, und meinen Neffen, der erst 16 Monate alt ist.“

Unterhalten werden Opa und Neffe mit Stars wie Roland Kaiser oder Zucchero. Auch Matthias Reim sollte dabei sein. Doch bei der Aufzeichnung im Mai ist er auf der Bühne zusammengebrochen. Mittlerweile geht es ihm offenbar wieder besser. Für Egli war Reims Kollaps ein Schock, aber jetzt ist sie wieder gewohnt fröhlich. Sie gilt ja auch als Naturtalent. Ein Coach? Ach was. „Die Sender wollen nichts Erlerntes“, sagt sie. „Die haben mich voll auf die Wiese gelassen. Wie ein Pferd.“

• Samstag, 4. Juni, 20.15 Uhr, ARD: „Die große Show der Träume“