Interview

Eckart von Hirschhausen über das neue „Quiz des Menschen“

Eckart von Hirschhausen gilt als Tausendsassa: Mediziner, Moderator, Kabarettist und auch Buchautor. Ein Gespräch über sein TV-Dasein.

Von Cornelia Wystrichowski
Gastgeber Hirschhausen moderiert die Sendung „Hirschhausens Quiz des Menschen“

Gastgeber Hirschhausen moderiert die Sendung „Hirschhausens Quiz des Menschen“

Foto: Michael Zargarinejad

Berlin.  Eckart von Hirschhausen ist Mediziner, Moderator, Kabarettist und Autor erfolgreicher Bücher. Auch in der ARD-Show „Hirschhausens Quiz des Menschen“ bleibt der 48-Jährige seinem Mix aus Gesundheitstipps und Humor treu – der früher als Kinderneurologe praktizierende Arzt erreicht damit mehrere Millionen Zuschauer. Jetzt geht Hirschhausens Lehrstunde in die nächste Runde: Dieses Jahr gibt es sechs neue Ausgaben der Show, in der Promis gegeneinander antreten – in der Auftaktfolge am 2. Juni sind der Turner Fabian Hambüchen und Fernsehstar Hans Sigl zu Gast.

Herr von Hirschhausen, Sie präsentieren dieses Jahr sechs neue Ausgaben Ihrer TV-Show rund um Körper und Gesundheit. Was passiert eigentlich im menschlichen Körper beim Fernsehschauen?

Eckart von Hirschhausen: Dauerglotzen tut natürlich keinem gut, aber die sechs mal 90 Minuten gleich nach der „Tagesschau“ lohnen sich mehrfach.

Das müssen Sie erklären.

Hirschhausen: Dass wir mit dieser Sendung etwas bewirken, können wir mit einer sehr bewegenden Geschichte zeigen. Familie Tammen aus Schleswig-Holstein hatte im letzten Herbst die Folge von „Hirschhausens Quiz des Menschen“ gesehen, wo es um Erste Hilfe ging. Als ihr Mann mit einem Herzinfarkt zusammenbrach, konnte Illona Tammen ihn durch Herzdruckmassage zurück ins Leben holen, bis der Rettungswagen kam. Als sie mir per E-Mail davon berichtete, war ich sehr glücklich. Ich traf die Familie und freue mich, dass sie bereit sind, ihre sehr persönliche Geschichte in unserer Sendung zu erzählen, um andere zu ermutigen.

Wie reagieren Mediziner auf Ihre Sendungen und Bühnenshows? Bekommen Sie viele Zuschriften und wenn ja: was haben die lieben Kollegen denn zu meckern?

Hirschhausen: Man könnte denken, ich sei das schwarze Schaf der Mediziner. Ich bin eher der bunte Hund unter den Ärzten, ein Querdenker und Vernetzer. Da ich sehr viel Zeit investiere, mich fachlich auf dem Laufenden zu halten, erzähle ich keinen Quatsch, auch wenn es leicht daher kommt. Das wird inzwischen sehr respektiert und für Kongresse, Stiftungen und staatliche Stellen angefragt.

Sie haben sich für Ihre ARD-Show wieder mehreren Selbstversuchen unterzogen – was war Ihr eindrucksvollstes Erlebnis?

Hirschhausen: Dieses Mal widme ich mich dem Thema ambulante Pflege. Ich bin einen Tag lang mit einer Schwester der Diakonie mitgegangen, um zu erleben, wie es ist, Menschen zu besuchen, die auf Hilfe angewiesen sind. Ich habe beim Waschen geholfen, Blutzucker gemessen und gelernt, wie wichtig die persönliche Zuwendung ist. Ich war beeindruckt, mit wie viel Herz in der Pflege gearbeitet wird.

In der zweiten Ausgabe Ihrer Sendung geht es auch um Fragen rund um die Fußball-Europameisterschaft. Bewundern Sie die Mannschaftsärzte?

Hirschhausen: Natürlich bewundere ich die Kollegen, die auf das Spielfeld rennen und jemanden, der gerade kurz vor der Notoperation stand, mit Eisspray wieder fit bekommen. Da sind echte Wunderheiler dabei.

„Hirschhausens Quiz des Menschen“: Donnerstag (2. Juni), ARD um 20:15 Uhr.