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ESC-Hoffnung Jamie-Lee Kriewitz macht es auf ihre eigene Art

Mit ihrem Outfit sorgt Jamie-Lee Kriewitz überall für Aufmerksamkeit. Am Samstag vertritt sie Deutschland beim ESC-Finale in Stockholm.

Jamie-Lee Kriewitz bei den Proben in Stockholm. Die Schülerin aus Hannover vertritt Deutschland beim ESC.

Jamie-Lee Kriewitz bei den Proben in Stockholm. Die Schülerin aus Hannover vertritt Deutschland beim ESC.

Foto: TT NEWS AGENCY / REUTERS

Berlin.  Wenn man Jamie-Lee Kriewitz (18) dieser Tage am Telefon erreicht, dann ist sie im Auto, am Flughafen oder in einem Shuttlebus – auf jeden Fall in einer Transitsituation. Während dieses Interviews sitzt sie auf dem Beifahrersitz. Ihr Manager fährt. Und Jamie-Lee hat „gute Laune“. „Mein Terminkalender war randvoll. Ich habe mein Album aufgenommen, Interviews gegeben, die Echo-Verleihung besucht – es war richtig viel los“, so beschreibt sie ihre vergangenen Wochen.

Die Wochen, in denen auf einmal feststand, dass sie als Gewinnerin der Casting-Show „The Voice“ für Deutschland zum „Eurovision Song Contest“ nach Stockholm fährt. Seit vergangenem Freitag ist Jamie-Lee bereits in der schwedischen Hauptstadt.

Die Fantastischen Vier überraschten Jamie-Lee in Stockholm

Als Vertreterin ihrer Nation hat sie viel zu tun. Pressekonferenzen, ein Auftritt in der deutschen Botschaft und natürlich die vielen Proben in der Globen Arena, dem Austragungsort des „Eurovision Song Contests“ am kommenden Samstag. Die Sängerin ist mit gemischten Gefühlen nach Stockholm gefahren.

Denn im vergangenen Jahr geschah das Undenkbare: Der deutsche Beitrag von Ann Sophie holte keinen einzigen Punkt. Vor einem solchen Moment hat auch Jamie-Lee Respekt. „Ich würde auch nie sagen, so etwas wie bei Ann Sophie, das kann mir nicht passieren. Aber mein Auftritt wird ganz anders.“ Jamie-Lee stylt sich wie die Sängerinnen des sogenannten K-Pops, ein Genre aus Südkorea, das auch in Europa Kult ist. Daher hofft sie auf Anrufe von Gleichgesinnten für ihr Lied „Ghost“. „Unsere Community ist so groß und überall auf der Welt. Wir sind wie eine Familie“, erzählt sie über die internationale K-Pop-Gemeinde, die sich übers Internet vernetzt. Ihre größten Fans Smudo (48) und Michi Beck (48) von den „Fantastischen Vier“ überraschten Jamie-Lee bereits am Montag mit ihrem Besuch in Stockholm.

Smudo und Michi hatten die Schülerin bei der Casting-Show „The Voice“ in ihr Team geholt und sie über Wochen gecoacht. Von der ehemaligen ESC-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut (24), die wie Jamie-Lee auch aus Hannover kommt, hat sich Jamie-Lee übrigens keine Tipps geholt. Bei der Echo-Gala reichte es nur für ein flüchtiges Hallo. „Wenn Lena mir einen Ratschlag geben würde, hätte ich den wahrscheinlich eh schon nach zwei Minuten vergessen“, sagt die ESC-Kandidatin. „Außerdem mache ich Dinge gerne auf meine Art.“