Eurovision

ESC 2016: Das sind alle Teilnehmer und Lieder im Video

Am Samstag kürt Europa den Sieger des Eurovision Song Contests. Auf Stimmen hoffen Boybands, Manga-Mädchen und viele johlende Diven.

Jamie-Lee Kriewitz vertritt Deutschland beim Eurovision Song Contest in Stockholm.

Jamie-Lee Kriewitz vertritt Deutschland beim Eurovision Song Contest in Stockholm.

Foto: NDR/Willi Weber

Stockholm.  Der Eurovision Song Contest scheint in diesem Jahr wieder all das zu bieten, was die Fans des Gesangswettbewerbs erwarten: ausgefallene Bühnenshows, unfreiwillig komische Gestalten aus fernen Ländern und eine deutsche Kandidatin, die hoch gehandelt wird.

Insgesamt 42 Künstler kämpfen dabei um den Sieg. Ein erster Blick zeigt: Es ist gut, dass bis zum Finale am Samstag (14. Mai) noch zahlreiche Kandidaten auf der Strecke bleiben werden. Nach dem Halbfinale werden nur noch 26 Teilnehmer übrig bleiben. Wir stellen alle Künstler und ihre Songs vor.

Deutschland (fürs Finale gesetzt): Jamie-Lee („Ghost“)

Die 18-jährige Sängerin hat ihren eigenen Stil und schon einmal in einem Wettbewerb bewiesen, dass sie eine Siegerin ist. So gewann sie die Casting-Show „The Voice of Germany“. Ihr Song „Ghost“ läuft jetzt schon auf Dauerschleife in den Radios. Die „New York Times“ hob die Sängerin in einem Vorbericht hervor. Wenn schon unbeteiligte Amerikaner das Talent von Jamie-Lee Kriewitz entdeckt haben, kann auf der anderen Seite des Ozeans ja nichts mehr schief gehen.

Schweden (fürs Finale gesetzt): Frans („If I Were Sorry“)

Ein siebter Sieg für Schweden ist nicht ganz abwegig. Der 17-jährige Frans Jeppsson Wall ist sympathisch, und sein Song „If I Were Sorry“ klingt nach feuchtem Moosboden und nebeligen Waldgebieten; leider aber auch krächzenden Vögeln in den Baumkronen.

Frankreich (fürs Finale gesetzt): Amir („J'ai cherché“)

Singende Zahnärzte sind seit Dr. Alban in Schweden immer schon erfolgreich gewesen. Daran versucht auch der israelisch-französische Amir anzuknüpfen. Damit die Zuschauer nicht vor Schock umfallen, wenn sie merken, dass sie nicht Vorjahressieger Mans Zelmerlöw sehen, produziert Amir einfach einen seichten und unaufgeregten Pop-Sound.

Großbritannien (fürs Finale gesetzt): Joe and Jake („You're Not Alone“)

Die Jungs sehen aus, als müssten sie noch die Schulbank drücken. Sie lernten sich bei einer Castingshow kennen. Bei „The Voice“ flogen sie vor dem Finale raus. Als Duo stechen sie unter den vielen Solo-Künstlern zwar hervor, weil sie zu zweit sind. Musikalisch aber wirkt „You’re Not Alone“ doppelt langweilig.

Italien (fürs Finale gesetzt): Francesca Michielin („No Degree Of Separation“)

Beim italienischen Vorentscheid, dem Festival von San Remo, war es diesmal ähnlich wie vergangenes Jahr in Deutschland, als zwar Andreas Kümmert gewann, dann aber doch nicht beim ESC antreten wollte. Für Italien singt nun Francesca eine Liebesballade, obwohl sie hinter der Sieger-Band Stadio landete, die verzichtete.

Spanien (fürs Finale gesetzt): Barei („Say Yay!“)

Ein locker-leichter Sommerhit, mit dem Barei in Spanien Jury und Publikum überzeugte. Vor ihrem Auftritt will die Sängerin, die den Song selbst mitgeschrieben hat, meditieren. Der Song selbst ist eine schnelle Partynummer, die auch von David Guetta stammen könnte.

1. Halbfinale

Finnland: Sandhja („Sing It Away“)

Seinen Ärger sollte man einfach „wegsingen“ – das empfiehlt der finnische ESC-Beitrag. Musikalisch erinnert Sandhja an Whitney Houston („I Wanna Dance With Somebody“). Doch besonders spannend dürfte der Tanz beim Live-Auftritt sein, der im schnell geschnittenen Video schon gewöhnungsbedürftig aussieht.

Griechenland: Argo („Utopian Land“)

Ein paar Folklore-Elemente, Sprechgesang und dazwischen ein poppiger Refrain – damit versucht es die Band Argo, die so heißt wie ein Polit-Thriller mit Ben Affleck. Es klingt dann aber mehr nach Haushaltsdebatte im Bundestag als nach Spannung aus Hollywood.

Moldau: Lidia Isac („Falling Stars“)

Mit einem klassischen ESC-Popsong, wie man ihn bei dem Wettbewerb irgendwie schon oft gehört hat, geht Moldawien ins Rennen. Passend zum Titel „Falling Stars“ rieseln im Song-Video Sternenschnipsel herab, während Lidia Isac mit wehendem Haar singt.

Ungarn: Freddie („Pioneer“)

Raue Stimme, treuer Blick – so versucht der ungarische Sänger, die Herzen der ESC-Fangemeinde zu erobern. Doch seine Stimme ist so rau und er so sehr mit seinem Blick beschäftigt, dass der Zuhörer nicht einmal verstehen kann, in welcher Sprache Freddie zwischenzeitlich singt.

Kroatien: Nina Kraljić („Lighthouse“)

Mit ihrer gewaltigen Stimme sticht Sängerin Nina Kraljić hervor. Sie dürfte mit ihrem „Leuchtturm“-Lied ganz gute Chancen haben, das Halbfinale zu überstehen, vielleicht sogar im Finale weit vorne zu landen.

Niederlande: Douwe Bob („Slow Down“)

Ein Country-Hit ohne viel Glitzer – diese Rechnung ist beim ESC für unser Nachbarland schon einmal aufgegangen. Als schmuckes Paar schafften die Common Linnets 2014 Platz zwei. Diesmal tritt ein Singer-Songwriter an und könnte im Finale einen guten 8. Platz belegen.

Armenien: Iveta Mukuchyan („Love Wave“)

Psychedelisch angehauchte „Liebeswelle“ (Übersetzung des Titels). Genau wie Jamie-Lee Kriewitz stand die Armenierin schon bei „The Voice of Germany“ (2012) auf der Bühne. Die Sängerin lebt nämlich in Hamburg und hat hier auch einen Teil ihrer Kindheit verbracht. Der Song klingt deutlich folkloristisch und bietet spannende Wendungen an.

San Marino: Serhat („I Didn't Know“)

Nach vier Versuchen mit Liedern von Ralph Siegel („Ein bisschen Frieden“) versucht es der in Italien liegende Mini-Staat diesmal mit einem langsamen Liebeslied mit vielen Wiederholungen, durch das Serhats tiefe, raue Stimme den Zuhörer behutsam trägt. Sein Song klingt ein bisschen wie eine Mischung aus Liedern von Giorgio Moroder und Paolo Conte.

Russland: Sergei Lasarew („You Are The Only One“)

Das Riesenland ist oft Riesenfavorit, auch wenn es in den vergangenen Jahren manchmal Buhrufe in der Halle wegen der Krim-Annexion gab. Diesmal singt mit Sergei Lasarew (andere Schreibweise: Sergey Lazarev) ein bekannter Popstar des Landes mit durchtrainiertem Körper und ausladenden Gesten einen temporeichen Song, der Wetten zufolge zu den Favoriten zählt – nicht zuletzt, weil das Lied eines der einprägsamsten ist. Die Techno-Klänge schreiten voran wie Marschmusik und werden durch eine eingängige Melodie unterbrochen und damit erträglich.

Tschechische Republik: Gabriela Gunčíková („I Stand“)

Erst zum fünften Mal ist Tschechien beim ESC dabei – ob nun zum ersten Mal der Einzug ins Grand-Prix-Finale gelingt? Beim Durchhören der ESC-Beiträge bleibt die diesjährige Popballade nicht unbedingt hängen.

Zypern: Minus One („Alter Ego“)

Die Lederkerle von Minus One fallen mit ihrem Outfit auf. Auch mit ihrem Rocksong unterscheiden sie sich erheblich von der Konkurrenz, die ja oft auf seichten Pop oder schwülstige Balladen setzt. Das Ganze klingt dann ein bisschen wie die Disco-Fox-Variante von Linkin Park.

Österreich: Zoë („Loin d'ici“)

Eine elfenhafte Interpretin, die ungewöhnlicherweise für die Alpenrepublik auf Französisch singt – „weit weg von hier“ (loin d'ici). Beim österreichischen Vorentscheid hat sich Zoë nur knapp durchgesetzt, vergangenes Jahr war sie daran gescheitert. Mit diesem Lied kann es im Halbfinale durchaus knapp werden.

Estland: Jüri Pootsmann („Play“)

Bübchenhaftes Gesicht, starke Stimme – Estland tritt mit einem 21-Jährigen an, der schon die Castingshow „Eesti otsib superstaari“ (auf Deutsch: Estland sucht den Superstar) gewonnen hat. Wer Jüri Pootsmann sieht, dem ist klar, dass das Niveau der „Superstar“-Show in Estland ähnlich niedrig ist wie bei uns. Vielleicht gibt es also ein Paar Punkte aus Deutschland. Mehr dürften es aber nicht werden.

Aserbaidschan: Samra Rahimli („Miracle“)

So umstritten Aserbaidschan wegen der Menschenrechtslage ist, so erfolgreich fällt die ESC-Bilanz des Landes aus, das erst seit 2008 dabei ist. Seither schafften es die Vertreter immer ins Finale, einmal war sogar der Sieg drin. Die 1994 geborene Samra Rahimli soll es diesmal richten – mit einer Trennungsballade. Bei dem kraftvollen Popsong scheint es unwahrscheinlich, dass sich die Zuschauer im Halbfinale von ihr trennen.

Montenegro: Highway („The Real Thing“)

Die vier Jungs von Highway setzen auf Gitarrengewitter – und zählen damit definitiv zu den ungewöhnlicheren Beiträgen. Wer sich immer schon gefragt hat, wie eine Mischung aus Depeche Mode und Monster Magnet anhört – während ein DJ mitmischt – der wird sich bei „The Real Thing“ freuen. Für alle Rock-Fans unter den ESC-Zuschauern dürfte das der stärkste Song sein.

Island: Greta Salóme („Hear Them Calling“)

Seit 1986 macht Island beim ESC mit. Zum 30-Jahre-Jubiläum vertraut der Inselstaat auf eine alte Bekannte. Greta Salóme trat bereits 2012 für Island an – und landete damals auf Platz 20. Wäre „Hear Them Calling“ dasselbe Lied, mit dem sie schon einmal angetreten ist: niemand würde es merken, weil es so ersetzbar ist.

Bosnien-Herzegowina: Dalal & Deen feat. Ana Rucner and Jala („Ljubav je“)

Nach drei Jahren ESC-Abstinenz ist Bosnien-Herzegowina mit einer Balkan-Ballade zurück. Los geht's mit Cello-Solo und Trommelwirbel. Zum Gesangsduo von Dalal & Deen gesellt sich später der Rapper Jala. Man muss das Lied nicht mögen und den Text nicht verstehen. Aber eigentlich ist die Mischung aus Folklore, modernen Elementen und ein bisschen Kitsch doch genau das, was man vom ESC erwartet.

Malta: Ira Losco („Walk On Water“)

Im maltesischen Vorentscheid hatte Ira Losco – ein Star in dem kleinen Inselstaat – eigentlich mit einem anderen Titel gewonnen, der aber wenig Enthusiasmus auslöste. Jetzt tritt sie mit einer schwedischen Produktion an. Die Sängerin ist Wiederholungstäterin: Sie hatte Malta schon 2002 beim ESC vertreten – und den zweiten Platz ergattert. Wiederholungen passen auch gut zu “Walk On Water“, da im Hintergrund eine Stimme Papageien-artig Teile der Melodie wiederholt.

Diese Teilnehmer sind ausgeschieden:

• Finnland

• Griechenland

• Island

• Moldau

• San Marino

• Estland

• Montenegro

• Bosnien-Herzegowina

2. Halbfinale

Lettland: Justs („Heartbeat“)

Durch seinen Elektrobeat setzt sich der Beitrag des 21-jährigen Letten, der mit vollem Namen Justs Sirmais heißt, von der Masse der Popsongs ab. Er lässt seine starke Stimme den sonst simplen Song „Heartbeat“ tragen.

Polen: Michał Szpak („Colour Of Your Life“)

Szpak sieht aus wie Kirk Hammett, der langjährige Gitarrist der Metall-Band Metallica. Hart wirkt sein Song jedoch nicht. Stattdessen gibt es eine melancholische Ballade, die zum langsamen Schunkeln einlädt, aber nicht richtig in Fahrt kommt.

Schweiz: Rykka („The Last Of Our Kind“)

Die Kanadierin mit Schweizer Wurzeln und Lockenkopf singt eine romantische Nummer. Neben vielen kraftvollen Frauenstimmen wirkt die von Rykka etwas blass.

Israel: Hovi Star („Made Of Stars“)

Langsames, verträumtes Stück. Dem exzentrischen Sänger mit der auffälligen Haartolle und dem pechschwarzen Eyeliner hätte man einen Song mit etwas mehr Power gewünscht. Genau genommen fängt das Stück nie richtig an, hört zum Glück aber recht schnell auch wieder auf.

Weißrussland: Ivan („Help You Fly“)

Nicht ganz klar wird, wieso der Weißrusse wie ein Wolf heult, während er vom Fliegen singt und die langen Haare um sein Gesicht flattern. Alles was er tut, wirkt so als bräuchte er viel Hilfe – das könnte beim Zuschauer ein Helfersyndrom auslösen, das sich bei Anrufen niederschlägt.

Serbien: Sanja Vučić („Goodbye“)

Ist dieses Video eine Amy-Winehouse-Parody?

Irland: Nicky Byrne („Sunlight“)

Kein Land hat so oft beim Grand Prix gewonnen wie Irland. Sieben Siege hat die Insel bislang eingefahren. Den achten soll Nicky Byrne mit „Sunlight“ nach Hause holen. Sieht ein bisschen aus wie Ronan Keating, singt ein bisschen wie Ronan Keating, hat nur vorher in einer anderen Boyband gesungen – nämlich bei Westlife statt Boyzone. Problematisch werden könnte der Text zu „Sunlight“. So singt Byrne „Let me be you lover boy“. Im deutschen Sprachgebrauch sind Lover Boys junge Männer, die Frauen in die Prostitution drängen.

Mazedonien: Kaliopi („Dona“)

Dritter Anlauf der bekannten Balkan-Künstlerin beim ESC, die mit einer kraftvollen Ballade in ihrer Muttersprache antritt. Die Musik könnte auch aus der Feder von Ralph Siegel stammen.

Litauen: Donny Montell („I've Been Waiting For This Night“)

Hätte man kein Bild bei diesem Song, könnte man meinen, hier singe eine Frau, so hell klingt die Stimme des 28 Jahre alten Popsängers aus Litauen. Montell singt, er habe jahrelang auf eine bestimmte Nacht gewartet. Dass er bei so viel Vorbereitung zum ESC-Abend mit einem so unkreativen Lied kommt, ist schade.

Australien: Dami Im („Sound Of Silence“)

Zum zweiten Mal ist Australien beim Song Contest dabei. Diesmal muss sich das Land erstmal fürs Finale qualifizieren, nachdem es beim 60. ESC im vergangenen Jahr als Ehrengast in Wien gleich für die finale Show gesetzt war. An den Start geht eine gebürtige Südkoreanerin – mit einer Ballade, die mit Trommelschlägen beginnt und damit die Einöde durchbricht. Das Stück ist eines der am besten produzierten im gesamten Starterfeld.

Slowenien: ManuElla („Blue And Red“)

Übersetzt „Blau ist blau und rot ist rot“ lautet die Erkenntnis im Refrain des munteren Songs. Man will ja nicht schwarzmalen, aber das ist mit Abstand der sinnloseste Text in diesem Jahr.

Bulgarien: Poli Genova („If Love Was A Crime“)

Sie stand schon in Düsseldorf 2011 beim ESC auf der Bühne. Die Sängerin erreichte damals den zwölften Platz für Bulgarien. “If Love Was A Crime“ könnte mit seinem modernen Pop-Sound vielleicht sogar für eine Platzierung unter den Top Ten sorgen.

Dänemark: Lighthouse X („Soldiers Of Love“)

Die drei blonden Dänen nehmen einen mit ihrem fluffigen Popsong mit auf Zeitreise. Sie klingen wie Boygroups der 90er und singen natürlich über Liebe: „Nimm meine Hand und lass sie nie wieder los...“

Ukraine: Jamala („1944“)

Wenn nicht das politischste, dann sicher textlich das gewagteste Lied 2016. Die Krimtatarin besingt in „1944“ die Vertreibung ihrer Minderheit unter Sowjetdiktator Josef Stalin. Die Hälfte der Zuschauer dürfte den Song als beißende Kritik an Russland wegen der Annexion der Krim 2014 verstehen. Die andere Hälfte dürfte den Song als beißenden Schmerz im Ohr wahrnehmen.

Norwegen: Agnete („Icebreaker“)

Ein Lied aus der Elektrobeat-Dancefloor-Fraktion. Dass der Rhythmus zwischendurch wechselt, ist gewöhnungsbedürftig. Leider ist der ganze Song nicht so packend wie die langen Fingernägel der Sängerin.

Georgien: Young Georgian Lolitaz („Midnight Gol“)

Die Indie-Rock-Nummer hebt sich von der üblichen Pop- und Balladen-Konkurrenz ab, was wohltuend ist, sofern man sich für Alternative-Musik erwärmen kann. Die Rocker dürften es jedoch schwer haben, sich bis ins ESC-Finale zu kämpfen.

Albanien: Eneda Tarifa („Fairytale“)

In deutscher Übersetzung „Märchen“ hieß schon mal ein Siegersong beim ESC. Das war 2009 und er kam aus Norwegen von Alexander Rybak. Doch in diesem Jahr fällt der Zuschauer eher wie Dornröschen in einen tiefen Schlaf, in dem der Sieg nur ein Traum bleibt.

Belgien: Laura Tesoro („What's The Pressure“)

Belgien schickt wieder einen besonders jungen Act zum ESC-Zirkus. Die erst 19-jährige Laura Tesoro erfrischt mit ihrer Disco-Nummer. Die Künstlerin wirkt unbekümmert und könnte zur Konkurrenz für die ebenfalls junge Jamie-Lee aus Deutschland werden. (mit dpa-Material)