Castingshow

Premiere bei GNTM: Heidi lässt fünf Kandidatinnen ins Finale

Am 12. Mai wird es voll auf der Bühne. Nur eine Teilnehmerin musste im Halbfinale von „Germany’s Next Topmodel“ ihre Koffer packen.

Das sind die Finalistinnen von Germany's Next Topmodel 2016: Taynara, Kim, Jasmin, Elena C und Fata (von links).

Das sind die Finalistinnen von Germany's Next Topmodel 2016: Taynara, Kim, Jasmin, Elena C und Fata (von links).

Foto: Bernd Jaworek / Pro7

Düsseldorf.  Manchmal fragt man sich ja, was man da eigentlich guckt: „Germany’s Next Topmodel“ oder vielleicht doch Telekolleg Denglisch? Aber die „Ättitjud“, die die Mädels da im „Feinal Bättel“ kurz vor der „Eliminäschen“ gezeigt haben, war nun mal einfach „flörtädjius“. Und das ganz ohne „Nachfitten“ in der „Mänschen“. Alles klar? Würde man bei jedem Anglizismus einen trinken, wäre man schon bis zur ersten Werbepause gut bedient – und die lässt ja nun nicht gerade lange auf sich warten.

Aber zum Glück hat das niemand gemacht, denn sonst hätte man diese überaus authentische und überhaupt nicht konstruierte Dramatik so kurz vor dem Ziel wohl nur halb so intensiv erleben können. Nehmen wir zum Beispiel den „Kampf der Juroren“. Von der ersten Sendung an beschworen, wirkte er stets wie schlecht von „The Voice of Germany“ abgekupfert, um künstlich Spannungen zwischen Heidi Klums Määädchen zu erzeugen. Das gelang generell leidlich, im Halbfinale schienen sich aber ohnehin eher die Juroren selbst in einen Zickenkrieg hineinzusteigern.

Dramatische Momente wirkten inszeniert

„Meine Mädchen haben mehr Feuer.“ „Nein, meine Mädchen.“ „Ich hab’ schon so viele Fashion-Shows inszeniert.“ „Und ich hab schon total viele Fashion-Shows gesehen.“ Und darum ging es: Thomas Hayo und Michael Michalsky sollten den finalen Walk für ihre Teams planen – mit allem Drum und Dran. Outfits, Musik, Make-up, Inszenierung. „Mit Inszenierungen kenne ich mich aus“, tönte Thomas. Klar, er macht den Job bei „Germany’s Next Topmodel“ ja auch schon eine Weile.

Oder wie soll man es nennen, wenn plötzlich dieses eine wichtige Paket mit diesen gaaanz wichtigen Kleidern irgendwo zwischen New York und L.A. stecken geblieben ist? Die Frage, die alle umtrieb: Werden die Klamotten noch rechtzeitig ankommen? Wäre ja zu blöd, wenn nicht. Denn: „Eine Fashion-Show ohne Fashion ist nicht so gut“, weisheitete Thomas. Aber dann, kurz vor knapp, erreichte das heiß ersehnte Paket doch noch sein Ziel. Mann, wer hätte das gedacht?

Kim lästert über Elenas Figur

Apropos, Inszenierungen. In jeder GNTM-Staffel kommt früher oder später dieser Moment, in dem Heidi durch demonstratives Fast-Food-in-die-Kamera-Halten zu beweisen versucht, dass Models nicht nur auf Salatblättern herumlutschen. Diesmal mussten mit doppelt Beef belegte Burger dafür herhalten. „Double Double“ – so wie Heidi sie angeblich am liebsten mag: „Die Leute denken ja immer, wir machen das nur fürs Fernsehen.“ Jo, stimmt.

Schön, dass ProSieben dieser Anti-Magerwahn-Sequenz das Figurbashing von Kim in Richtung Elena folgen ließ. Weil deren Kleid fürs Cover-Shooting der Cosmopolitan-Chefredakteurin nicht gefiel, sollte Elena zunächst in das Outfit von Kim schlüpfen, kam stattdessen aber in einem goldenen Glitzerkleidchen zurück. Was Kim hinter vorgehaltener Hand spekulieren ließ: „Sie wollten ihr mein schwarzes Kleid anziehen, aber ich vermute, sie hat nicht reingepasst.“ Lag vielleicht daran, dass Elena eine Figur besitzt.

Wo ist eigentlich Honey?

Während sich Elena im zweiten Anlauf hervorragend schlug, hatte Lara so ihre liebe Mühe. „Deine Unterlippe zittert ja“, bemerkte Heidi. Da haben wohl die Profitipps der extra herbestellten GNTM-Siegerin Stefanie Giesinger wenig gefruchtet. Dabei waren die doch so substanziell: „Es muss alles echt und natürlich wirken. Vielleicht lachst du einfach wirklich. Hahaha.“ Oder: „Bist du aufgeregt? Musst du nicht.“ Wo ist eigentlich Honey, wenn man ihn mal braucht?

Sicher hätte er auch gewusst, wie sich die Kandidatinnen bei der abschließenden mündlichen Prüfung verhalten sollten. „Warum solltest du ins Finale einziehen?“, wollte die Jury von den Mädels wissen. Die Begründung von Lara war wohl nicht gut genug. Sie bekam kein Tickets fürs Finale im Coliseo Balear auf Mallorca – und blieb überraschenderweise die einzige. Alle anderen erreichten die Endrunde. Kim, weil sie’s kann. Fata, weil sie’s kann. Elena, weil sie’s kann. Taynara, weil sie halt einfach so süß ist. Und Jasmin? Vielleicht nur deshalb, damit ProSieben zeigen kann, wie sie sich so richtig schön aufregt, wenn Intimfeindin Elena gewinnt. Vielleicht aber auch aus Überzeugung. Okay, war nur Spaß.