RTL-Show

„Let’s Dance“: Victoria sahnt trotz Rippenbruch 30 Punkte ab

Verkehrte Welt bei „Let’s Dance“: Joachim Llambi wird spendabel, Ulli Potofski bricht einen Rekord und es wird doch noch mal spannend.

Damit hatte Victoria Swarovski und ihr Tanzpartner Erich Klann wohl nicht gerechnet.

Damit hatte Victoria Swarovski und ihr Tanzpartner Erich Klann wohl nicht gerechnet.

Foto: Sascha Steinbach / Getty Images

Berlin.  Da guckt man eine Woche mal kein „Let’s Dance“ und schwupp, ist er einfach weg. Dieser sympathische Schlagersänger, der offenbar anderen Kandidaten kurz vor der Entscheidung Dinge ins Ohr flüstert wie „Zu 99 Prozent bist du raus“ – nur um dann selbst die Heimfahrt anzutreten. Der Wendler. Ist. Weg. Puh, das will erst mal verarbeitet werden. Okay, geht wieder.

Die siebte „Let’s Dance“-Liveshow auf RTL machte es einem aber auch leicht, über diesen Verlust hinwegzukommen. Zwar könnte ein dressiertes Äffchen den Moderatorenjob immer noch besser machen als Sylvie Meis, aber davon einmal abgesehen, hatte die knapp dreistündige Sendung am Freitagabend ein paar durchaus unterhaltsame Momente zu bieten. Nicht zuletzt natürlich das erneute Weiterkommen von Ulli Potofski, der in dieser Show nicht nur einen Rekord brach, sondern auch noch die magische 30-Punkte-Marke knackte – wenn man die Zähler aus allen Shows zusammenrechnet, wohlgemerkt.

Die Höhepunkte im Überblick:

Die schlechteste Samba aller Zeiten

Auch ein Tiefpunkt kann ein Höhepunkt sein, wenn man Ulli „Körperklaus“ Potofski heißt. Samba lautete diesmal die Aufgabenstellung, aber eigentlich ist das völlig irrelevant. Denn das Bewegungstalent, das muss man ihm lassen, tanzt ohnehin jedes Mal den gleichen Tanz. Das ist nur konsequent. Auch zum Bee-Gees-Song „Night Fever“ brachte er wieder all sein Können aufs Parkett: Rechts tip, Links tip, vor, zurück. Sage und schreibe vier Punkte brachte ihm das ein und wenn Sie jetzt fragen, wer von den drei Juroren denn da so spendabel war, gleich zwei Punkte zu verteilen, dann dürfen wir festhalten: Joachim Llambi.

Ja, der Joachim Llambi, der sonst gerne mal null Punkte verteilt, obwohl es das gar nicht gibt. Müssen wir uns also Sorgen um den Wertungsrichter machen? Ist das „Night Fever“ auf ihn übergesprungen? Oder ist dem Duisburger einfach nur der 2:1-Sieg des MSV über Fortuna Düsseldorf zu Kopf gestiegen? Wie auch immer: Gut, dass Llambi nicht noch mehr Punkte verteilt hat, sonst hätte Potofski womöglich den Samba-Negativ-Rekord von Jürgen Milski (acht Punkte vor drei Jahren) nicht unterboten. Puh, noch mal Glück gehabt.

Das Ende der Stehfest-Durststrecke

Nach seinem Contemporary vor vier Shows schmissen ihm die Juroren die 10-Punkte-Tafeln zu, in den darauffolgenden Sendungen lief es dann allerdings nicht mehr so rund für GZSZ-Schauspieler Eric Stehfest. Nun meldete sich der 26-Jährige eindrucksvoll zurück. Den Jive zu „Reet Petite“ tanzte er so, als hätte er zuvor mit dem Finger in die Steckdose gefasst. „FFF“, buchstabierte Juror Jorge anschließend dazu, was so viel heißen sollte wie „Frech, frisch, fantastisch“. Und auch Llambi attestierte eine „coole Performance“: „Die Kicks, die Flicks – alles passte.“ Der Lohn: 28 Punkte.

Die Wiederholungstäterin

Noch besser machte es Sarah Lombardi. Und das war so nicht unbedingt zu erwarten. Schließlich war der Erwartungsdruck nach ihren 30 Punkten aus der letzten Show hoch, als sie beim Contemporary erstmals richtig aus sich herauskam. Doch die frühere DSDS-Teilnehmerin überzeugte auch beim Paso Doble, was Motsi Mabuse fast ausflippen ließ: „Das war mein absoluter Lieblingstanz der ganzen Staffel! Dein Charakter, deine Haltung! Emotional war alles da - mehr als zehn Punkte kann ich leider nicht geben.“

Die erstaunlichste Leistung

Nicht tauschen möchte man in diesen Tagen mit Victoria Swarovski. Nachdem die 22-Jährige in der vergangenen Woche wegen des Unfalltods ihres Schwiegervaters in spe pausiert hatte, spielte ihr das Schicksal erneut übel mit. Im Training für die Show brach sie sich eine Rippe, trat entgegen dem Rat der Ärzte und unter Einnahme von Schmerzmitteln aber trotzdem an – und triumphierte. Ebenfalls 30 Punkte zückten die Juroren für ihren Tango zu „El Antifaz“. Motsi: „Tut mir leid, das zu sagen, aber vielleicht solltest du dir eine andere Rippe auch noch brechen, das war grandios! Das war Kunst. Höchstes Niveau. Beau-ti-ful!“ Der Kampf um den Titel scheint plötzlich doch noch einmal spannend zu werden.

Der Abschied des Abends

Schluss bei „Let’s Dance“ ist hingegen für Nastassja Kinski. Die lief zwar in einem Kleidchen auf, das Assoziationen an Superwoman weckte, sah aber wie immer so aus, als wolle sie bloß ganz doll in den Arm genommen werden. Und während Potofski mithilfe der Anrufer schon wieder auf der Siegerseite stand, zog Kinski zuletzt gegen Alessandra Meyer-Wölden den Kürzeren, zuppelte an ihren Haaren herum und schaute noch ein letztes Mal betreten zu Boden.

Was sie beim nächsten Mal verpasst? Das Motto „Around the World“ und den legendären Discofox-Marathon. Über die Lieder für letzteren dürfen übrigens die Zuschauer abstimmen. Unter anderem im Angebot: „Sie liebt den DJ“ von, na klar, Michael Wendler. Gott bewahre.