Song-Contest

Gebühren nicht gezahlt: Rumänien darf nicht beim ESC starten

Rumänien darf dieses Jahr keinen Vertreter zum ESC in Stockholm schicken. Offensichtlich liegt die Schuld bei dem Fernsehsender TVR.

Rumänien hat zwar auch ein Lied für Stockholm gewählt, teilnehmen wird das Land aber nicht beim ESC.

Rumänien hat zwar auch ein Lied für Stockholm gewählt, teilnehmen wird das Land aber nicht beim ESC.

Foto: imago stock&people / imago/Future Image

Genf.  Der diesjährige Eurovision Song Contest wird ohne einen rumänischen Beitrag stattfinden. Rumäniens öffentlich-rechtlicher Fernsehsender TVR hat es versäumt Zahlungen an die europäische Rundfunkion EBU zu leisten. Damit ist der Sender automatischen von allen EBU-Projekten ausgeschlossen.

So ist Rumänien bis auf weiteres auch vom Zugang zu bestimmten Sportübertragungen und dem Austausch von Eurovision-Nachrichten ausgeschlossen. Für den rumänischen ESC-Kandidaten Ovidiu Anton wird somit der Titel seines Songs „Moment Of Silence“ (Moment der Stille) auf bittere Weise real.

ESC-Übertragung in Rumänien fällt auch aus

Rumänien wird außerdem das Fernsehsignal aus Schweden nicht mehr empfangen können und somit das ESC-Finale am 14. Mai nicht zeigen dürfen. „Es ist bedauerlich, dass wir zu dieser Aktion gezwungen sind“, sagte EBU-Generaldirektorin Ingrid Deltenre. Der EBU gehören 73 öffentlich-rechtliche Sender in 56 Ländern an.

Insgesamt belaufen sich die ausstehenden Zahlungen des rumänischen Senders laut EBU seit 2007 auf 16 Millionen Franken (14,6 Millionen Euro). „Die anhaltende Überschuldung von TVR untergräbt die finanzielle Stabilität der EBU“, erklärte Deltenre. (dpa)