ARD-Serie

„Alles Klara“: Die Miss Marple der Sekretärinnen ist zurück

Wolke Hegenbarth liebt Serien – und schlüpft in der neuen Staffel von „Alles Klara“ wieder in die Rolle der ermittelnden Sekretärin.

Die dritte Staffel von „Alles Klara“ startet mit acht neuen Folgen in der ARD.

Die dritte Staffel von „Alles Klara“ startet mit acht neuen Folgen in der ARD.

Foto: ARD/Hardy Spitz

Es sollte ein fröhlicher Ausflug unter Kollegen werden. Hauptkommissar Paul Kleinert (Felix Eitner) bekommt einen Rundflug über den Harz geschenkt. Aber vor den Augen des Teams stürzt die Maschine ab. Es wird ein Rundflug in den Tod. So dramatisch beginnt die neue Staffel der ARD-Vorabendserie „Alles Klara“. Seit inzwischen vier Jahren spielt Wolke Hegenbarth (35) die neugierige Sekretärin Klara Degen, die lieber ermittelt, statt im Büro zu sitzen. „Es kommt mir gar nicht so vor, dass wir die Serie jetzt schon seit vier Jahren machen“, sagt Wolke Hegenbarth im Gespräch mit unserer Redaktion. „Ich finde es immer noch aufregend.“

Schon mit 15 hatte sie ihre erste Serien-Rolle

Dabei ist die gebürtige Meerbuscherin ein Serienprofi. Mit 15 wird sie 1995 für die RTL-Comedy „Die Camper“ entdeckt. 2001 dann der große Durchbruch. Als jugendliche Rebellin Alex Degenhardt erspielt sie sich in „Mein Leben und ich“ eine Fangemeinde pubertierender Fernsehzuschauer. 2007 endet die Serie, doch die Zuneigung der Fans hält bis heute. „Es ist schon beeindruckend, wie oft ich noch darauf angesprochen werde. Daran sieht man auch, wie sich Menschen an Serien binden und von ihnen geprägt werden.“

Gerade hier liegt wohl das Geheimnis. Serien können sich mit ihren Zuschauern entwickeln und wachsen. „Vielleicht gefällt mir deshalb das Genre so gut. Ich neige einfach zur Treue – privat und beruflich“, sagt Hegenbarth, die nach ihrer Scheidung 2012 jetzt wieder in einer festen Beziehung lebt. „Ich mag es, kontinuierlich an einer Rolle zu arbeiten.“

Entwickelt hat sich auch der Charakter der Klara. Nachdem Hegenbarth die Miss Marple der Sekretärinnen zu Beginn der Serie noch etwas zu blass war, ist sie jetzt mit der Figur zufrieden. Dazu gehört auch, dass sich Klara in der neuen Staffel verliebt. Und, wie das in der Liebe so ist, bleiben Spannungen nicht aus. Oder, wie Wolke Hegenbarth sagt: „Es ergeben sich neue Konflikte und Erzählmöglichkeiten.“ Gemeinsamkeiten mit ihrer Figur fallen ihr durchaus ein: „Vielleicht wäre ich auch eine gute Ermittlerin geworden. Wie Klara gehe ich gern auf neue Dinge zu und bin neugierig.“

Gibt es ein Comeback für „Mein Leben und ich“?

Sie bleibt aber lieber Schauspielerin. Und vielleicht für eine Weile auch noch Klara Degen. Im Harz – wo die Serie gedreht wird – fühlt sich die Rheinländern sehr wohl. „Das ist für mich inzwischen eine Arbeitsheimat“, sagt sie. Möglicherweise auch für eine vierte Staffel „Alles Klara“. Doch für die Zukunft schwebt Wolke Hegenbarth noch etwas anderes vor: „Ich habe schon die Idee, irgendwann wieder so etwas zu machen wie ‚Mein Leben und ich‘.“ Auch wenn bisher noch kein Sender angefragt habe, sie könne sich nicht vorstellen, „dass einer von uns nicht kommen würde“.

Doch Krimiformate stießen derzeit auf größeres Interesse: „Die Comedy-Erzählweise, in der die Charaktere im Vordergrund stehen und nicht eine Fall-Lösung, dafür scheint im Moment nicht die Zeit.“ Dafür aber eben für „Alles Klara“.

• Immer dienstags, um 18.50 Uhr, ARD.