Model-Show

Nackt-Shooting wird für GNTM-Kandidatinnen zur Härteprobe

Posieren in Bademode sorgt bei den Kandidatinnen von GNTM schon immer für Schnappatmung. Nun mussten sie aber nackt vor die Kamera.

Die „Germany's next Topmodel“-Kandidatinnen Jasmin, Lara und Fata haben Spaß vor der Kamera.

Die „Germany's next Topmodel“-Kandidatinnen Jasmin, Lara und Fata haben Spaß vor der Kamera.

Foto: ProSieben/Richard Huebner

Berlin.  Nackte Tatsachen bei „Germany’s next Topmodel“. In Folge sieben gab es für die Zuschauer eine Menge zu gucken. Statt opulenter Roben mussten Heidi Klums Mädchen dieses Mal vor allem Haut zeigen, denn es ging zum Nackt-Shooting in den australischen Dschungel.

Vorher stand jedoch für die Kandidatinnen aus dem Team von Designer Michael Michalsky noch ein Casting in Berlin an – für die Maybelline-Show auf der Fashion Week. Allerdings mussten sich die Mädchen dieses Mal auch neben anderen Profi-Models beweisen. Luana gelang das besonders gut. Sie sicherte sich den Job und lief ihre erste Catwalk-Show, während ihre Team-Kolleginnen sich in den Flieger gen Australien setzten. Der Schock über Luanas Job war groß. Warum? Keine hatte Luana ernsthaft Chancen ausgerechnet. Sie sei schließlich kein klassisches „Beauty-Face“, wie die Konkurrentinnen verkündeten.

Paparazzi-Alarm am Set

Viel Zeit, um sich weiterhin darüber Gedanken zu machen, hatte die Konkurrenz allerdings nicht, denn in Sydney wartete das nächste Shooting auf sie – mit gleich zwei Grusel-Faktoren: keine Klamotten und dann auch noch australische Dschungel-Tiere. Für die eine oder andere war damit eindeutig der Bogen überspannt. Fata weigerte sich strikt ihre Kleider abzulegen. Sie pochte auf ihre Religion und ihre Erziehung, ließ sich nur zum Posen in hautfarbener Unterwäsche bewegen. Aber ein bisschen Gezeter muss eben sein, sonst wär’s ja langweilig. Und sonderlich spektakulär war die Folge ohnehin nicht: Die Sendung zog sich wie Kaugummi – trotz nackter Haut.

Zum Glück brachte wenigstens noch ein Paparazzo etwas Trubel in die Show. Der hatte sich nämlich ans Set in den Urwald geschlichen, und Heidi hatte alle Hände voll zu tun, ihre Mädels vor dem neugierigen Fotografen zu schützen. Denn nackt sollte der sie nicht vor die Kamera bekommen. Das war der Model-Mama ganz besonders wichtig.

Besorgte Model-Mama Heidi Klum

Und nicht zu vergessen: die Wehwehchen der Kandidatinnen. Während Camilla in der vergangenen Folge auf dem Laufsteg stürzte und vom Notarzt versorgt werden musste, war es diese Woche Julia, die zu leiden hatte. Eine fiese Erkältung hatte sie während des 24-Stunden-Fluges lahmgelegt. Aber alles halb so schlimm, wie sie immer wieder betonte – wäre da nicht plötzlich noch eine allergische Reaktion hinzugekommen. Da war plötzlich alles gar nicht mehr so angenehm. Sie bekommt keinen Satz mehr raus, hat eine Nase „wie Rudolf“, das Rentier, geschwollene Augen, Zunge und Lippen. Ein richtiger „Quasimodo-Look“, wie sie selbst findet. Einen Besuch beim Arzt schloss sie jedoch konsequent aus und wollte sich zusammenreißen. „Ein Shooting dauert ja eh nur zehn Minuten. Ich bin ja nicht am Sterben. Ich ziehe das durch“, sagte Julia.

Die starke Fassade bröckelte dann kurz vorm Shooting, und es kam zum kleinen Tränen-Drama. Vor der Kamera hatte sie sich aber wieder im Griff und lieferte ein gutes Foto ab. Danach ging’s aber direkt ins Krankenhaus. Model-Mama Heidi hatte ein Machtwort gesprochen und Julia zur Untersuchung geschickt. Schließlich soll es am Ende nicht heißen, sie sorge sich nicht um ihre Nachwuchsmodels...

„Für dich gibt es heute leider kein Foto“

Die restliche Sendezeit musste dann mit dem Entscheidungs-Walk gefüllt werden. Zu diesem war dann auch Luana wieder da (ja, die, die für die Maybelline-Show in Deutschland bleiben durfte). In Berlin wurde sie mit Lob überhäuft. Die ehemalige GNTM-Gewinnerin Stefanie Giesinger rechnete ihr sogar gute Siegeschancen aus. In Sydney war’s mit der Aufmerksamkeit dann jedoch vorbei. Die anderen Mädels schenkten Luana nur wenig Beachtung. Lag’s wohl am puren Neid? Luana konnte das egal sein, sie ergatterte das begehrte Foto für die nächste Runde – auch ohne Nackt-Shooting.

Für eine andere lief der Tag der Entscheidung allerdings alles andere als gut. Die beim Shooting noch trotz Krankheit so disziplinierte Julia präsentierte sich von ihrer zickigen Seite. „Ich würde sie niemals buchen“, urteilte Designer Michael Costello, der die Kleider für die Entscheidungsshow stellte. Auf die Entscheidung hatte das aber keinen Einfluss. Heidi Klum und ihre Jury-Kollegen, Michael Michalsky und Thomas Hayo, hatten trotzdem ein Foto für sie.

Zu guter Letzt sorgte noch ein Nippel-Blitzer bei Kandidatin Kim für einen Wow-Moment – der in der nächsten Folge übrigens noch ausführlich ausgeschlachtet wird. Ein Foto war ihr danach garantiert – genau wie die Position als Spitzenreiterin. Für die 17-jährige Lara-Kristin war der Ausflug ins Modelbusiness hingegen vorbei. Sie musste die Heimreise antreten.