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Quiz: Plasberg und Frau treten gegen Sasha und Partnerin an

Frank Plasberg und Anne Gesthuysen treten im Quiz „Paarduell“ gegen andere Pärchen an. Sie spielen gegen Sänger Sasha und seine Frau.

Die Moderatoren Anne Gesthuysen und Frank Plasberg treten gemeinsam in der ARD-Quizshow "Paarduell" an.

Die Moderatoren Anne Gesthuysen und Frank Plasberg treten gemeinsam in der ARD-Quizshow "Paarduell" an.

Foto: Henning Kaiser / dpa

Hamburg.  Eigentlich sind sie die Befrager, aber in der neuen Sendung „Paarduell“ werden Anne Gesthuysen und ihr Partner Frank Plasberg zu Befragten. In dem von Jörg Pilawa moderierten Vorabend-Quiz treten der „hart aber fair“-Moderator und die ehemalige Moderatorin des „Morgenmagazins“ gegen andere Paare an, beantworten Wissensfragen und müssen die Stärken ihres eigenen Partners richtig einschätzen. Gewinnt das andere Paar, gibt es Geld für das Gästeduo. Gewinnen jedoch Gesthuysen/Plasberg, kommt das Geld in den Jackpot. Freitags sind jeweils Prominente die Gegner. Die Gäste in der Auftaktsendung sind der Sänger Sasha und seine Frau Julia Röntgen.

Wer hat sich das bloß wieder ausgedacht?

Anne Gesthuysen, Frank Plasberg : Wir.

Warum?

Plasberg: Wir sind als Paar schon mal in anderen Sendungen gewesen. Da hat ein Kollege gesagt: Bei euch ist immer was los. Warum macht ihr nicht einmal zusammen eine Sendung? Irgendwann haben wir gesagt: warum denn eigentlich nicht? Es ist doch spannend, wenn man auch mal in andere Beziehungen reingucken kann. So treten wir beide jetzt als Team gegen ein anderes Paar an.

Gesthuysen: Man ahnt dabei, welche Ehen wie funktionieren, ob die Beziehung auf Harmonie oder auf Gegensätze gebaut ist.

Ist Harmonie eine Teilnahmebedingung?

Gesthuysen: Nein.

Plasberg: Aber Liebe.

Gesthuysen: Wenn man in einer Beziehung steckt, in der es ein bisschen kippelt, würde man wohl nicht zusagen. Wir gehen also davon aus, dass nur gute Paare kommen. Wir beziehen uns da mit ein.

Plasberg: Unser Vorteil: Wir unterhalten uns nach Sendungen nie darüber, was einer über den anderen gesagt hat. Witze über meine Geheimratsecken kann ich übrigens nicht mehr hören. Ich weiß auch gar nicht, was die sollen.

Gesthuysen: Aber ich fühle mich genötigt, sie mal wieder zu machen. Das Problem tritt mittlerweile schon so offen zutage.

Es klingt, als könnte das „Paarduell“ eine Mischung aus Wissensprahlerei mit homöopathischen Dosen Voyeurismus werden.

Plasberg: So ist es.

Sind Sie denn gut darin, nicht zu viel von sich herauszulassen?

Plasberg: Nicht wirklich. Aber da geht’s mir wie dem ehemaligen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement. Der kam auch immer mit einer Strategie in eine Sendung, die er nach zehn Minuten vergessen hat. Das war toll. Anne tickt auch so.

In der Schlussrunde stehen für die Paare verschiedene Themenfelder zur Wahl. Wo liegen Ihre Schwächen?

Gesthuysen (sieht ihn an und zählt für ihn auf): Logik, Mathematik, Sport, Theater, Film und Fernsehen.

Plasberg: Jetzt hol einfach mal Luft! Ich bin Journalist und lebe von meinem Halbwissen. Im Gegensatz zu meiner Frau, die Diplom-Journalistin ist, kann ich ja nicht einmal behaupten, in irgendeinem Bereich tief gebohrt zu haben. Ich lade mir immer meinen Kurzzeitspeicher voll und lösche ihn dann wieder.

(Gesthuysens Handy klingelt. Sie muss später noch zu einer Lesung nach Uelzen und bespricht die Details. Er schüttelt den Kopf.)

Plasberg: Ist das peinlich.

Wie lange kennen Sie einander schon?

Gesthuysen: Seit acht Jahren sind wir ein Paar, aber wir kennen uns seit 30 Jahren. Da lernt man die Untiefen kennen. Wie lange kennen Sie Ihre Frau?

Auch in etwa so lange.

Plasberg: Dann können Sie sich die Fragen ja auch alle selbst beantworten. Ich autorisiere Ihnen das nachher. (In Richtung Agenturmitarbeiter:) Wir sind fertig!

Kürzlich ist Ihr neuer Roman „Sei mir ein Vater“ erschienen. Wie viele Lesungen haben Sie schon mit Ihrem Buch bestritten?

Gesthuysen: Etwa 25, ich habe so ungefähr Halbzeit. Und es macht mir wirklich Freude, es ist eben etwas anderes, als vor der toten Kamera zu stehen, wenn man einen Saal mit 50 bis 200 Leuten rockt.

Das heißt, dieses war nicht Ihr letztes Buch?

Gesthuysen: Steht zu befürchten. Ich habe mit dem Schreiben eine große Leidenschaft entdeckt.

Die scheint sich aber auch in Ratewut zu äußern. Quizzt sich Das Erste nicht gerade zu Tode?

Plasberg: Der Zuschauer beantwortet das.

Gesthuysen: Das Erste quizzt sich doch schon seit 40 Jahren zu Tode.

Plasberg: Der Vorabend war einmal eine Todeszone. Jetzt kann man da wieder einen Marktanteil von 13 Prozent erzielen. Das ist einfach toll.

Gesthuysen: Die erste große Sendung, an die ich mich erinnern kann, war „Der große Preis“ mit Wim Thoelke. Ich durfte immer aufbleiben, bis Wum und Wendelin kamen. Danach musste ich ins Bett.

Es kommen ja auch einige Promi-Paare in die Quizsendung. Wer steht denn schon fest?

Plasberg: Marcel Reif kommt mit seiner Frau, Udo Walz mit seinem Mann, Sonja Zietlow bringt ihren Mann aus dem Dschungel mit. Axel Milberg kommt mit seiner Frau. Mittendrin gibt es noch eine XL-Ausgabe mit einem Überraschungsgast.

Welche beruflichen oder privaten Erfahrungen haben Sie bisher mit Hamburg gemacht?

Plasberg: Ich habe hier beim NDR-Quiz gelernt. Die Sendung hieß: „Die klügsten Kinder im Norden“. Wenn ich nicht in Köln leben würde, wäre ich gern hier.

Gesthuysen: Mein Vater hatte in Hamburg einen wunderbaren Freund. Kurt war ein sehr betuchter Geschäftspartner, der ein Haus an der Alster hatte. Als ich noch ganz klein war, hat der uns zu Ostern immer ins Hotel Atlantic eingeladen. Da zu feiern war für mich das Größte, weil ich noch nie so ein Hotel gesehen hatte. Wir waren auch mal auf einem Jahrmarkt in der Nähe vom Michel. Da gab es ein Fahrgeschäft mit einer rotierenden Scheibe. Da klebten die Menschen irgendwann an der Wand. Aber mein Vater war zu schwer und rutschte runter. Was mich hier auch total fasziniert hat, war, dass man hier Schiffe wie Busse benutzen kann.

Montag (22. Februar), ARD um 18 Uhr.