Castingshow

„Germany‘s next Topmodel“-Kandidatin stolpert sich ins Aus

Heidi Klum sucht weiter nach einem Topmodel. In der dritten Folge zeigte sie nur wenig Erbarmen und schickte die Mädels in die Wüste.

Von Janna Eiserbeck
Teilnehmerin Sophie (rechts) hatte so ihre Probleme mit dem sandigen Boden.

Teilnehmerin Sophie (rechts) hatte so ihre Probleme mit dem sandigen Boden.

Foto: ProSieben

Berlin.  Für die Kandidatinnen von „Germany‘s next Topmodel“ wurde es in der dritten Folge so richtig ernst. Sie mussten ins echte Modelleben eintauchen – und das beinhaltet nun mal nicht wie in den vergangenen Staffeln eine Villa und luxuriöse Geschenke. Im Gegenteil. Die Mädchen landeten schnell auf dem Boden der Model-Tatsachen – knallharte Kritik und Stockbetten inklusive. Eins ist allerdings unverändert: Fotos gibt‘s nur für die Besten.

Nach einem Ausflug auf die Kanaren ging es dieses Mal für Team Thomas Hayo nach Madrid. Team Michael Michalsky machte hingegen einen Abstecher nach Mailand. In den beiden Modemetropolen mussten sich die Nachwuchsmodels auf eigene Faust zu ihren Castings durchschlagen – quasi unter realen Bedingungen. Einzige Unterstützung: eine Uhr, ein Stadtplan und ein bisschen Geld. Vor allem in Madrid hatten die Mädels so ihre Schwierigkeiten mit der Orientierung. Zum ersten Casting erschienen sie noch pünktlich, zum zweiten mit 60 Minuten Verspätung. Nur eine kam rechtzeitig: Julia – und das, obwohl sie direkt von ihrem ersten Job kam, während die anderen sich lieber einen Kaffee schmecken ließen.

In Mailand fanden sich die angehenden Models besser zurecht, glänzten dafür aber deutlich weniger beim Kunden. Designerin Dora Abodi kritisierte mangelnde Englischkenntnisse und Lustlosigkeit. Immerhin Yusra konnte überzeugen und zum Shooting anrücken – dabei war sie diejenige, die am meisten zu meckern hatte. Das änderte sich auch nicht, als es für beide Teams nach Los Angeles ging.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten stand nicht nur der Walk der Entscheidungen an, sondern auch ein besonders süßes Fotoshooting – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Kandidatinnen mussten im Bikini eine Dusche aus Zuckersirup über sich ergehen lassen. Die schleimige, klebrige Masse gefiel aber nicht allen. Yusra beschwerte sich mal wieder lautstark – vor allem über den vermeintlichen „Honig“ auf ihrer nackten Haut. Denn Honig mag sie ja auch sonst schon nicht. Ihrem Ärger konnte sie allerdings mit Blicken wenig Ausdruck verleihen. Sie schaute eher wie ein verschrecktes Reh in die Kamera. Bei ihren Team-Kolleginnen sah es kaum besser aus. Das einzig glanzvolle an ihren Performances war der Sirup auf ihrer Haut.

Bei Team Thomas sah es hingegen deutlich besser aus. Die Mädchen konnten mit starkem Ausdruck und Gelenkigkeit überzeugen. Vielleicht hatten sie sich diese im Team-Haus angeeignet. Dort nutzten sie ihre Freizeit nämlich für wilde Tanzeinlagen, während die Mädchen von Team Michael ihre freie Zeit lieber mit Putzen verbrachten.

Stolperfalle Catwalk

Am Tag der Entscheidung ging es für die Topmodel-Anwärterinnen in die Wüste. Dort mussten sie einen sexy Walk in Unterwäsche à la „Victoria‘s Secret“ absolvieren – allerdings nicht auf einem gewöhnlichen Laufsteg. Ein bisschen Spannung musste ja geboten werden. Auf Stöckelschuhen und in Dessous staksten sie stattdessen über den Sandboden. Germany‘s next Stolpermodel – Pardon: Topmodel – muss schließlich mit allen Gegebenheiten klarkommen.

Michalskys Team hatte jedoch so seine Probleme mit den Bedingungen. Während Laura G. ins Straucheln kam, mehrfach zu Boden ging, sich aber immer wieder aufraffte und weiterlief, hatte Sophie weniger Biss. Sie stürzte schwer und brach ihren Walk ab. Aber Heidi Klum und ihre Jungs sind ja keine Unmenschen. Sie gaben Michalskys Schützling eine zweite Chance. Nachdem Sophies Wunden verarztet und die Tränen getrocknet waren, durfte sie noch einmal antreten. Doch der Schock saß noch zu tief und so trippelte sie ziemlich vorsichtig durch den Sand und musste neben ihren Schrammen auch noch allerlei Kritik einstecken – allerdings kein Foto. Für sie war die Reise damit vorbei. Laura G. konnte sich hingegen den Einzug in die nächste Runde sichern.

Am Ende reichte es für zwei Kandidatinnen aus Michalskys Gruppe nicht. „Mein Team hat ganz schön Federn gelassen“, beschwerte sich der Mentor und Juror. Er geht mit zwei Kandidatinnen weniger in die nächste Runde, während Thomas Hayo dieses Mal keinen Schützling hergeben musste.