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Beef im Dschungelcamp: Wollersheim droht Fürst Schläge an

Thorsten Legat redet sich den Streit mit Helena Fürst von der Seele. Die macht sich bei einem anderen Dschungelcamp-Mitglied unbeliebt.

Berlin.  Kurz vor der Zielgeraden regiert im Dschungelcamp der Lagerkoller. Längst geraten nicht mehr nur Thorsten Legat und Helena Fürst aneinander. Selbst der sonst so ausgeglichene Jürgen Milski hat kurz mal Beef mit Sophia Wollersheim. Die wiederum ist genervt von Dauer-Diskutiererin Helena und droht ihr sogar Schläge an. Nur Menderes hält sich fern von den Kampfschauplätzen. Dabei werden die immer zahlreicher.

Runde 1: Fürst gegen Legat

„Ein Thorsten Legat fürchtet sich nicht vor Tieren. Tiere fürchten sich vor Thorsten Legat“, tönte der Chuck Norris des Ruhrpotts vor dem Start des Dschungelcamps. Doch da wusste er auch noch nicht, dass es Wesen gibt, die giftiger sind als jeder Skorpion, zäher als jede Kamellippe und härter als jedes Stück Ochsenpenis. Die Fürsterliche gab dem Kasalla-Mann bisher ordentlich Kontra – und traf ihn dabei an einer empfindlichen Stelle.

„Als wenn die wirklich gestern mit einem Messer oder einem Pfeil bei mir ins Herz getroffen hätte“, rührselte Legat an Tag 14 am Lagerfeuer und gestand seinem Kumpel Jürgen: „Ich bin total erschrocken. Ich habe innerlich so geweint. Das glaub’ mir mal.“

Solche Emotionalitäten liegen Höllena natürlich fern: „Ich bin ja hier nicht auf Heidschi Bumbeidschi. Es geht nicht immer nur Harmonie! Ich kann keine Lästereien leiden. Wenn jemand ein Problem hat, soll er es mir sagen.“ Na dann, bitte: Ladies fürst.

Runde 2: Fürst gegen Wollersheim

Bisher dachte man ja, Legat sei derjenige, der Dinge kommentarlos nicht beantworten kann, aber die verhinderte Star-Anwältin schafft es wohl noch, dass RTL aus Rücksicht auf die Nerven der Zuschauer bald die Option „Stadion-Ton“ für den Dschungel anbietet. Wie wohltuend doch plötzlich Grillen klingen. Auch Puff-Daddys Liebling Sophia Wollersheim suchte am Donnerstag verzweifelt nach dem Stummknopf für Helena. „Die Frau ist der Horror! Die großkotzt geradeaus heraus und es steckt nichts dahinter.“ Ihre ganze Energie sauge sie auf. Ihre ganze? Nein! Für einen gepflegten Schlag ins Gesicht der fürstlichen Dementorin würde es noch gereicht: „Ganz ehrlich: Ich hätte ihr am liebsten eine geknallt.“

Runde 3: Fürst gegen alle (außer Menderes)

Statt dumpfer, aber ehrlicher Gewalt bekommt der Zuschauer weiter Psychokrieg geboten – zumindest den, den sich Helena zusammenspinnt: „Rache, Neid, Missgunst, Unverständnis - das schwirrt denen im Kopf rum. Ich könnte mich mit dem Holz unterhalten, das würde mich eher verstehen.“ Ach, Helena, warum tust du’s bloß nicht?

Runde 4: Wollersheim gegen Milski

Ganz recht, es gibt auch Nebenkriegsschauplätze ohne Beteiligung der Fürstin. Jürgen missfiel Sophias Unbedarftheit am Herd, woraufhin er eine Zurechtweisung folgen ließ, die Sophia so nicht erwartet hatte: „Ich kenne solche Macho-Allüren nicht von ihm.“ Dass sie leicht zickig reagierte, war Jürgens Vorlage für die bahnbrechende These: „Wahrscheinlich sind alle Frauen so, wenn sie ihre Tage haben.“ Und Raider heißt jetzt Twix.

Runde 5: Legat gegen das Emotionale

Schlimm genug, dass er sich als frauenfeindlich bezeichnen lassen musste (und das von einer Frau!), nun musste sich Mister „Ich-hol-immer-alle-Sterne“ auch noch über eine Nullrunde in der Dschungelprüfung ärgern. Und wer war schuld daran? Das Emotionale. „Dadurch bin ich durcheinander gekommen“, rang Legat nach einer Ausre ... äh, Erklärung. Doch was war passiert? Beim „Großen Preis von Murwillumbah“ hatte er mit Jürgen und Menderes einen Cabrio-Buggy durch einen Parcours manövrieren sollen. Das Problem an der Sache: Der Fahrer durfte nichts sehen, der Beifahrer nichts hören und der Navigator auf dem Rücksitz nichts sagen – die drei Affen lassen grüßen. Legat sah sich zum gehörlosen Beifahrer berufen, was bedeutete, er musste Menderes’ Gesten für Fahrer Jürgen in Sprache übersetzen. Wenn das mal nicht seine Kernkompetenz ist.

Und tatsächlich: Kaum hatte der Buggy Fahrt aufgenommen, steckte er auch schon halb in der Bande, weil Legat eine eklatante Rechts-Links-Schwäche offenbarte – oder war es Links-Rechts? Völlig egal, was Menderes anzeigte, Legat gab konsequent die entgegengesetzte Richtung weiter. Was den mitdenkenden Fußballfan natürlich zu einigen essenziellen Fragen führte: War das mit Legats starkem linken Fuß alles nur ein Missverständnis? Hatte er eigentlich einen noch viel besseren rechten, nur die Anweisungen des Trainers nie kapiert? Kam er vor allem deshalb im zentralen Mittelfeld zum Einsatz, weil er das linke nicht finden konnte?

Diese Fragen werden wohl für immer unbeantwortet bleiben. Ganz im Gegensatz zu der nach dem letzten Dschungel-Abschied vor dem Halbfinale. Auch wenn Helena diesmal ein „Du bist es ... vielleicht“ von den Moderatoren bekam, gehen musste letztlich nicht sie, sondern Reality-TV-Veteran Jürgen.

Und irgendwo im australischen Busch weint sich ein Legat innerlich in den Schlaf.