ESC

Australien darf 2016 wieder zum Eurovision Song Contest

Europa ist weltoffen und so darf Australien 2016 erneut beim Eurovision Song Contest mitmachen. Die Australier lieben den Wettbewerb.

Mans Zelmerloew gewann 2015 für Schweden den Eurovision Song Contest. Deswegen wird der kommende ESC in Stockholm ausgetragen.

Mans Zelmerloew gewann 2015 für Schweden den Eurovision Song Contest. Deswegen wird der kommende ESC in Stockholm ausgetragen.

Foto: Georg Hochmuth / dpa

Stockholm.  Australien gehört zu Europa – aber nur für einen Abend. Denn 2016 macht das Land bei der 61. Ausgabe des Eurovision Song Contest (ESC) in Stockholm mit. Das verkündete der Sender SBS, der die Show in Australien austrägt, am Dienstag auf Twitter. Damit nimmt Australien bereits zum zweiten Mal an dem Musikwettbewerb teil.

Eine Überraschung ist die erneute Teilnahme nicht – die Australier sind große ESC-Fans. Die Show wird dort seit den frühen 80er Jahren zeitversetzt übertragen. 2015, zum 60-jährigen Bestehen der Eurovision, wurden die Australier für ihre Begeisterung belohnt. Sie durften einen Teilnehmer zum Wettbewerb schicken. „Wir können die größte Party der Welt nicht ohne die Australier feiern“, begründete die Eurovision Broadcasting Union (EBU) damals ihre Entscheidung.

Guy Sebastian erreichte 2015 den fünften Platz

Guy Sebastian ging für Australien mit der Soulnummer „Tonight Again“ an den Start. Der Sänger gewann 2003 die erste Staffel der Castingshow „Pop Idol“. Auch in Wien konnte er viele Zuschauer für sich begeistern. Bei den Buchmachern galt er als Mitfavorit auf den Sieg. Am Ende sicherte er sich einen guten fünften Platz.

Damals war Guy Sebastian für das Finale gesetzt. Der kommende australische ESC-Kandidat wird sich dagegen in einem Halbfinale beweisen müssen. Erst wenn Australien hier genug Punkte abräumt, nimmt es auch am Finale teil.

Falls Australien den Song Contest gewinnt, würde es 2017 aber keine Show auf dem Fünften Kontinent geben. Australien würde stattdessen als Co-Gastgeber in einer europäischen Stadt fungieren. Der Zeitunterschied wäre sonst einfach zu groß.