Rundfunk

Neues ARD-Projekt setzt aufs Radio als Diskussionsforum

Die ARD startet mit der „Zeit“ ein neues Radioprojekt. Dabei soll es um die ganz grundsätzlichen Fragen der Gesellschaft gehen.

Die ARD will mit einem neuen Format ihre Kulturradios stärken.

Die ARD will mit einem neuen Format ihre Kulturradios stärken.

Foto: imago

Hamburg.  Die Kulturradios der ARD starten gemeinsam mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ ein Diskussionsforum über Themen aus Politik, Gesellschaft und Kultur. Der erste „Radiosalon von ARD und Zeit“ am 1. November widmet sich der Frage: „Ein neuer Kalter Krieg? Ohne Russland kein Frieden“, wie die ARD am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Die sonntäglichen Veranstaltungen sollen alle ein bis zwei Monate an wechselnden Orten stattfinden und werden von allen neun Kulturradios der ARD live übertragen.

Joachim Knuth, Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission und NDR Programmdirektor Hörfunk, sagte, beim Radiosalon solle über Themen diskutiert werden, die die Gesellschaft in ihren Grundfesten berührten. „Wir möchten nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern eine öffentliche Diskussion anstoßen“, erklärte er. Die grundsätzliche Fragestellung der Reihe laute: „Wie wollen, wie werden, wie sollen wir leben?“

Auftakt mit Grünen-Politikerin Beck

Zur Auftaktveranstaltung in Hannover werden die Grünen-Politikerin Marieluise Beck, der Historiker Jörn Leonhard, der ehemalige polnische Botschafter Janusz Reiter sowie der Schriftsteller Ingo Schulze erwartet. Im kommenden Jahr folgen Veranstaltungen unter anderem zu den Themen „Das perfekte Ich - alles unter digitaler Kontrolle?“, „Die Unordnung der Welt“ und „Wir frei sind wir in unserem Wollen und Handeln?“