ESC 2015

Gegen dieses T-Shirt kamen auch die tiefsten Dekolletées nicht an

Beim Eurovision Song Contest in Wien versuchten die Kandidatinnen wieder mit ausgefallenen Kostümen und tiefen Ausschnitten zu punkten. Doch am Ende siegte beim ESC ein Schwede im T-Shirt.

Der textilen Fantasie sind beim Eurovision Song Contest bekanntlich keine Grenzen gesetzt – auch nicht, was die kalkulierte Sparsamkeit bei den Kostümen angeht.

So warteten denn auch dieses Mal wieder Kandidatinnen wie die „Lady in Red“ Aminata Savadogo aus Lettland, die Albanierin Elhaida Dani oder die schon vorab als potentielle Siegerin gehandelte russische Starsängerin Polina Gagarina mit langen Roben auf, die das Mehr an Stoff im Faltenwurf beim Dekolletée einsparten.

Georgiens Nina Sublatti, in ihrer Heimat auch als Model bekannt, zeigte sich stattdessen dämonisch im engen schwarzen Gothic-Kostüm mit viel Lack, Leder und Federbüscheln.

Am wenigsten Mühe hatte dagegen offenbar der Sieger des Abends, der Schwede Mans Zelmerloew, auf sein Outfit verwendet. Im Alltags-Shirt und seiner – immerhin – schwarz glänzenden Lederhose hätte er genauso gut an der Kasse im Supermarkt stehen können.

Optisch beeindruckend war sein Auftritt deshalb nicht weniger: Zelmerloew zeigte mit seiner Lichtshow und der durchscheinend hingezeichneten Szenerie, mit der er beim Singen interagierte, wie Fantasie ein Zuviel an Glitter und Extravaganz bei der Garderobe ersetzen kann. Auch von der visuellen Erscheinung her ein würdiger Eurovision-Gewinner!

( che )