Casting-Show

Neue DSDS-Staffel - So waren die ersten Kandidaten

Die neue Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ hat begonnen. Diesmal wird Dieter Bohlen von Heino unterstützt. Es kommt zu vielen Fremdschäm-Momenten - und einem kleinen Skandal.

Die erste Folge von „Deutschland sucht den Superstar“ hatte es in sich. Es gab Tränen der Wut und der Rührung, einen Skandal, mehrere Verirrte, viele Fremdschäm-Momente und ein echtes Talent. Die Jury, bestehend aus Dieter Bohlen, Mandy Capristo … der Ex von Mesut Özil, einem DJ Antoine (er hatte kaum Rede-Anteil) und Heino kriegte gleich mehrfach ihr „Fett“ weg. Längst lassen sich die Kandidaten nicht mehr viel gefallen.

Den ersten Lacher erlebten die Zuschauer gleich bei der Vorstellung der Jury: Heino sagte, er suche ein Talent mit einer „dynamischen Stimme“ – gerade Heino sagt das, der selbst nur eine Tonlage kennt.

Der erste Kandidat Severino wählt als Song „Treasure“ von Bruno Mars, eine schwierige Nummer. Die meistert er und tanzen kann er auch noch. Er ist weiter! Dieter Bohlen findet ihn „megageil“ und seine Stimme „ultra-hyper-megageil“. Und dann sagt Bohlen auch noch: „Du kannst das Ding gewinnen.“

Der nächste ist David, 25, ein selbstbewusster „Hongkong-Chinese“, wie er sagt. Man sieht es schon an seiner Vorstellung, er wird nicht singen können. Und er kann auch nicht singen. Es ist so schlimm, dass Heino nach Luft ringt. Er sagt ihm: „Lass mal lieber sein, mach was anderes als Musik.“ Heinos Rolle wird langsam deutlicher: Er wird den harten Juror geben.

Heinos Hannelore mit Totenkopf-Glitzer-T-Shirt

Dann folgt ein kleiner Zwischenfilm. Heino besucht mit seiner Frau Hannelore den Vorraum mit den Kandidaten. Aber was hat Hannelore da an? Ein Totenkopf-Glitzer-T-Shirt, einen Totenkopf-Schal und einen schwarzen Hut. Gruselig.

Zurück im Casting-Raum. Ein Straßenmusiker tritt auf, einer mit Herz, einer der in einen Rausch verfällt, wenn er singt. Er heißt Rainer und ist Student der Medizintechnik. Er tritt in einige Fettnäpfchen, bevor er auftritt, verwechselt Hannelore mit Heinos Mutter. Und singt dann eine ziemlich merkwürdige Version von „Someone like you“ von Adele. Aber Heino und Dieter Bohlen gefällt es. Mandy Capristo und DJ Antoine nicht. Mandys Stimme zählt doppelt. Also, ist er eigentlich raus. Sie hat aber Mitleid und lässt ihn noch ein Lied singen. Dann sagt sie doch „Ja“. Vor Glück weint er: Oh, Mann ist der süß. Rainer ist weiter. Zum Glück, ein echter Sympathieträger.

„Oh my god“-Alarm bei Xhenet und Tereza

Und dann kommen Xhenet und Tereza. Jeder, der heute auf der RTL-Homepage war oder die Bild-Zeitung gelesen hatte, musste ihren Eklat-Auftritt erwarten. Es herrscht „Oh my god“-Alarm, sie sind horror-eingebildet, horror-blond, horror-geschminkt.

Es wird alles ganz schlimm: Dieter Bohlen schickt sie nach Hause, bevor sie überhaupt gesungen haben. Dann will Mandy Capristo, die einzige Frau in der Jury, draußen schlichten und nimmt ihre Rolle als „Vermittelnde“ wohl zu ernst. Sie wird bepöbelt und als „F...“ bezeichnet. Der Sender überpiept das Wort. Und die zwei Skandal-Schwestern wünschen sich, dass ihre verbale Attacke in Gänze gesendet wird. Zurück im Studio fragt Mandy Capristo entsetzt: „Was war das denn jetzt?“ Und weint sogar kurz.

Doch die Ablenkung folgt sofort. Endlich Fremdschäm-Alarm. Eine Stefanie mit eigenem Keyboard gibt eine Version von Helene Fischers „Marathon“. Heino sagt „Nein, kein Ton getroffen.“ Alle anderen stimmen ihm zu.

Dann ein Irrer. Einer der mäßig gut singt, aber gut aussieht und die Show der Sendung hinlegt zu Michael Bubles „Feeling good“. Mustafa, 22, aus Stuttgart verkauft im wahren Leben Kleider und er liebt ,es auf der Bühne zu sein. Er ist so selbstverliebt, dass er die Jury-Mitglieder bei ihrem Feedback ständig unterbricht. Dieser Mustafa ist kaum zu bremsen. Er bekommt vier Mal „Ja“ und Mandy haucht ihm noch einmal hinterher „du bist der Hammer“. Am Ende ist er „überglücklich“ und gehört wohl in die Kategorie „Diva“ – irgendwie.

„Das ist kein Auftritt, das ist ein Arschtritt“

Ach, und es gibt ja eine neue Regel, die Kandidaten dürfen bis 40 Jahre alt sein. Es kommt Verena Maria, 39, und sie singt grottenschlecht. Ein Schülerstreich, denn ihre Schüler haben ihren geraten, unbedingt zu DSDS zu gehen. Was für liebe Kinder das sind. Dieter Bohlen findet es dann auch die Oberblamage und „oberscheiße“. Mandy sagt ganz nett: „Leider, ist es nicht so ganz angekommen.“ Besonders schön; Verena fühlt sich von ihrer fünften Klasse nicht verarscht. Herrlich.

Wieder ein Fremdschäm-Moment – es werden immer mehr in kürzeren Abständen. Nach Joanna, eigentlich ein Sebastian mit verrutschter Perücke, muss mal wieder ein ehrliches Talent kommen. Joanna jedenfalls ist ein verklemmter Jugendlicher, der irgendwas will bei DSDS. Coolsein über Ironie oder meint er es am Ende ernst? Er hat sogar Gesangsunterricht. Mandy bringt es auf den Punkt, sie flüstert Dieter zu: „Man will immer so helfen.“ Dann verdreht er oder sie auch noch die Augen beim absolut negativsten Urteil des Abends. Dieter: „Das ist kein Auftritt, das ist ein Arschtritt.“ Gut, Joanna kann es nicht glauben. „Meine Stimme hat voll gezittert, ich singe sonst besser.“

Ja, gut, das Highlight ist dann Jesus aus Ibiza, eine Arielle. Ein Typ mit roter Perücke und Meerjungfrau-Flosse. Er kann singen und Dieter Bohlen gefällt er. Er soll noch einmal ohne Verkleidung singen. Das dann in der nächsten Folge.

Und wen, möchte man jetzt wieder sehen? Vielleicht Rainer, den Medizintechnikstudenten mit Gitarre. Der hat so schön geweint. Vor Glück.