DSDS

Diese Jury sucht Deutschlands neuen Superstar

Die Castingshow geht in eine neue Runde. Dieter Bohlen hat Heino, DJ Antoine und Mandy Capristo in die Jury berufen. Wie stehen die Chancen, dass sie wahres Talent unter den Kandidaten finden?

Foto: Henning Kaiser / picture alliance / dpa

Wer hat im vergangenen Jahr noch einmal gewonnen? Es ist egal, bei „Deutschland sucht den Superstar“ geht es zwar um das Gewinnen am Ende, aber wie sagt man so schön: Der Weg ist das Ziel für die Fans von echten Gesangstalenten, kuriosen Auftritten und von „Ich-hab-so-viel-gelitten-in-meinem-Leben“-Geschichten. Und der Weg dieser doch immer wieder speziellen Casting-Show beginnt heute, Mittwoch 7. Januar 2015, um 20.15 Uhr auf RTL.

Der Häuptling und seine Indianer

Bei DSDS ist eine Sache Gesetz: Dieter Bohlen als Jury-Häuptling. Der hat sich zur zwölften Staffel neue Beisitzer eingeladen. Jemand aus dem Musik-Geschäft: DJ Antoine aus der Schweiz. Jemanden fürs Auge und für die Tränenmomente: Mandy Capristo – in letzter Zeit eher als Ex von Mesut Özil bekannt denn als Sängerin. Aber das macht diese Personalie umso interessanter. Schon fragt man sich: Wird sie irgendwer mal auf den Fußball-Nationalspieler und das Aus ihrer Liebe ansprechen? Bitte! Gerade für sie wird es auch kein leichter Weg, aber das kennt sie ja. Denn RTL wirbt vorab bereits mit einem Pöbel-Videoausschnitt aus der ersten Sendung. Und die „Bild“-Zeitung sprach heute gleich von einem Eklat um Mandy. Was war passiert? Ein Geschwisterpärchen fühlte sich zu unrecht rausgeschmissen und beschimpfte die Ex-Monrose-Sängerin. „Du bist ja auch von ganz unten gekommen...“ und das „F“-Wort soll auch gefallen sein.

Und dann hat Bohlen noch Heino gewinnen können. Den Schlagersänger, der zuletzt mit neuem Look und Coverversionen anderer deutscher Bands für Aufsehen sorgte. Die Lederkutte und die Totenkopf-Ringe hat er wieder abgelegt, dafür immer noch die Sonnenbrille auf und das Sakko wieder angezogen. Für was steht er in der Sendung? Vielleicht für den kuriosen Grusel-Moment, den die Jury selbst bieten soll.

Die Kandidaten-Vorschau

Auftritte der ersten Castings kann man sich auf der RTL-Homepage schon anschauen. Zum Beispiel den von Marcelo Araujo Alves, der in Reggae-Manier sein selbst komponiertes „Ich bin verliebt in der falsches Mädchen“ singt. Und so falsch wie es klingt – das Lied hat Hit-Qualitäten. Aber ob er weiterkommt? Kategorie: Trottel, aber talentiert. Oder den Auftritt eines gewissen Jesus, den Dieter Bohlen auf Ibiza entdeckt und in die Sendung verschleppt hat. Dieser Jesus hat eine sehr hohe, klassische Stimme. Er singt einen Arielle-Song, ja das Meerjungfrauen-Lied aus dem Zeichentrickfilm, und trägt dazu auch eine rote Perücke und Flossen. Kategorie: schön kurios.

Einiges ist neu in der zwölften Staffel: Die Kandidaten dürfen bis 40 Jahre alt sein. Das hat man sich wohl von dem erfolgreichen Konkurrenz-Format wie „The Voice of Germany“ abgeschaut. Der Grund: Die Geschichten der älteren Kandidaten sind einfach besser und die Auswahl der 34, die das Ticket für den Recall nach Thailand lösen, ist sicherlich vielfältiger. In den vergangenen Jahren setzte RTL beim Recall zu sehr auf junge, schöne Menschen. Die doch alle sehr gleich aussahen und sich auch nicht charakterlich voneinander abhoben. Mit dem Ergebnis, dass die Sendung langweilig wurde.

Neu ist auch, dass die zehn Finalisten auf Tour gehen und sich auf Open-Air-Bühnen wie in Ischgl und anderen Orten beweisen müssen. Das Finale findet erstmals nicht im Studio, sondern in der ÖVB-Arena in Bremen statt. Wie immer entscheidet der Zuschauer, wer gewinnt.

Mittwoch, 20.15 Uhr, RTL