TV-Krimi

Drei Filmstudenten verschwinden im Spreewald

Der „Spreewaldkrimi“ des ZDF steht für den melancholischen und anspruchsvollen Krimi. Nun plant der Sender die neunte Folge. In der nimmt es Kommissar Krüger auch mit einer Sagengestalt auf.

Foto: Sven Hoppe / dpa/Sven Hoppe

Das ZDF baut die „Spreewaldkrimi“-Reihe aus: Der Sender plant die inzwischen neunte Folge mit Christian Redl, 66, als Kommissar Thorsten Krüger. Das Drehbuch sei in Arbeit, teilte die Fernsehspielredaktion mit. Es stamme wie bei allen bisherigen auch von Thomas Kirchner. Zum Inhalt wollte sich der Sender noch nicht äußern. Es werde aber wieder viele Szenen mitten im Spreewald in Südbrandenburg geben.

Der achte „Spreewaldkrimi“ mit dem Arbeitstitel „Das Nix-Projekt“ ist bereits gedreht und befindet sich derzeit in der Postproduktion. Voraussichtlich werde er im zweiten Halbjahr 2015 ausgestrahlt, hieß es.

In der Episode muss Kommissar Krüger herausfinden, warum drei Filmstudenten mitten im Spreewald verschwunden sind. Und es geht um eine alte sorbische Legende vom Nix – einem Wassermann. Der Sagengestalt, die in zahlreichen Mythen im gesamten europäischen Raum vorkommt, wird meist ein bösartiger Charakter zugeschrieben. In sorbischen Märchen allerdings spielt er den Menschen nicht ausschließlich übel mit. Die Sorben haben slawische Wurzeln und sind in der sächsischen und brandenburgischen Lausitz zu Hause.

ZDF hält am Konzept fest

An dem bisherigen Konzept der Krimireihe will der Sender festhalten. Die Einführung neuer Figuren sei nicht geplant, hieß es. Der „Spreewaldkrimi“ steht für den tiefen, melancholischen und anspruchsvollen Krimi. Und für den stillen Moment im Film. Im November sahen 4,47 Millionen Zuschauer die siebte Folge „Die Tote im Weiher“. Das war allerdings der bislang niedrigste Wert für die Reihe.

Die erste Episode der Kriminalgeschichten mit regionalem Themenfokus war im November 2006 gelaufen. „Das Geheimnis im Moor“ schauten auf Anhieb 6,79 Millionen Zuschauer. Das entsprach einem Marktanteil von 20 Prozent. Drei Jahre später konnte „Der Tote im Spreewald“ die Aufmerksamkeit von 5,44 Millionen Zuschauer (16,5 Prozent Marktanteil) gewinnen.

Auch nach dieser Folge sollte es eineinhalb Jahre dauern, bis im März 2011 6,17 Millionen Zuschauer (18,3 Prozent) „Die Tränen der Fische“ einschalteten. Jeweils etwa im Jahresabstand folgten „Eine tödliche Legende“ (5,66 Millionen Zuschauer, 17,7 Prozent) und „Feuerengel“ (5,29 Millionen Zuschauer, 15,7 Prozent). Im vergangenen Jahr wurden zwei Episoden ausgestrahlt. Die erste im Mai 2014 mit dem Titel „Mörderische Hitze“ wurde von 6,26 Millionen Zuschauern (19,2 Prozent) gesehen.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.