„Schlag den Raab“

Ein Berliner schlägt Stefan Raab und wird zum Millionär

Die Hauptstadt hat einen neuen Millionär: In der Pro-Sieben-Show „Schlag den Raab“ setzt sich Herausforderer Peter Meiners aus Berlin gegen Stefan Raab durch - und gewinnt 2,5 Millionen Euro.

Foto: Willi Weber / obs

ProSieben-Spaßmacher Stefan Raab (48) hat nach vier Siegen in Folge erstmals verloren: In der 49. Folge des Spektakels „Schlag den Raab“ verlor er in der Nacht zum Sonntag nach einem Nervenkrieg gegen den 34-jährigen Berliner Peter Meiners, der den Jackpot von 2,5 Millionen Euro nach Hause nahm.

Die Entscheidung fiel erst nach 368 Minuten um 2.23 Uhr – der bisherige Rekord vom März 2012 lag bei 350 Minuten. Weil beide Kontrahenten im 15. Spiel keinen Sieger unter sich ausmachen konnten, musste erstmals ein 16. Spiel eingesetzt werden, in dem lediglich ein Flummiball nach zweimaligem Aufprall in einem Plastikkorb landen musste. Meiners schaffte das.

Der Rekordgewinn in der von Steven Gätjen moderierten Show, in der der Jackpot wächst, wenn Raab gewinnt, liegt bislang bei 3,5 Millionen Euro. Weil Reporter Frank Buschmann verhindert war, kommentierte Ron Ringguth die langen Spiele.

Allround-Talent und Quiz-Fuchs

Im Bewerbungsvideo zeigte sich der Berliner als Allround-Talent: Er arbeitet in der Hauptstadt als Medien-Analyst, betreibt nebenbei ein Fitness-Studio und nimmt an Quiz-Meisterschaften teil. Rasch lieferten sich die beiden Kontrahenten einen intensiven Schlagabtausch, bei dem der Berliner zunächst in Führung ging. Der Herausforderer startete stark, gewann beim Promis-Erkennen, im Baseball und bei der Cross-Verfolgung auf dem Rad.

Doch Raab konterte, holte Punkte beim Glühbirnen-Spiel, gewann dann das Klassiker-Spiel "Blamieren oder Kassieren" und entschied auch das Präzisionsschießen mit einem Fußball für sich. Beim 15. Spiel „Ringing the Bull“ ging dann beiden Gegnern die Puste aus - und zeigten offen ihre Unlust auf das Spiel zu später Stunde.

Der Rekordgewinn bei „Schlag den Raab“ liegt bislang bei 3,5 Millionen Euro. Raab bestreitet die Show seit 2006 und wurde inzwischen 15 Mal besiegt.

„Archaisches Duell Mann gegen Mann“

In einer Mitteilung vom Sonntag freute sich ProSieben: „Die Zuschauer sind von dem archaischen Duell Mann gegen Mann begeistert.“ „Schlag den Raab“ hatte bei den als werberelevant erachteten 14- bis 49-Jährigen mit 21,9 Prozent einen sehr guten Marktanteil, besser als alle anderen Shows am Sonnabend.

In absoluten Zahlen jedoch lag die Raab-Show aus Köln bei den 20.15-Uhr-Sendungen mit durchschnittlich 2,65 Millionen Zuschauern nur auf Platz vier – hinter „Kommissarin Heller“ (ZDF), „Verstehen Sie Spaß?“ (ARD) und „Das Supertalent“ (RTL). Beste Quote überhaupt holte der kurze Klitschko-Boxkampf bei RTL mit mehr als 9 Millionen Zuschauern.

Die „Schlag den Raab“-Show vom Sonnabend war die Ausgabe, die Raab vor zwei Wochen noch wegen eines grippalen Infekts absagen musste. Es war das erste Mal in seinen 16 ProSieben-Jahren, dass er hatte passen müssen. Doch auch am Abend wirkte der Moderator nicht richtig gesund.