„Let’s Dance“

Nach dem langsamen Walzer brach Larissa in Tränen aus

Man kennt sie aus dem Dschungelcamp, nun will sie sich in unsere Herzen tanzen. Doch Juror Joachim Llambi erhob schwere Vorwürfe gegen die Österreicherin Larissa. Ein anderes Paar tanzte allen davon.

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Wenn jemand in einer fernen Zukunft einmal die Geschichte der Fernsehcasting-Shows schreiben will, dann wird er an Larissa Marolt nicht vorbeikommen. Die 1992 geborene Österreicherin hat es bei Heidi Klum in „Germany’s next Topmodel“ versucht, sie hat sich im Kakerlakenregen der Dschungelshow „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ auf den immerhin zweiten Platz vorgekämpft, und nun setzt sie sich, die schwierigste Prüfung vielleicht, Woche für Woche dem harten Urteil des Jurors Joachim Llambi aus.

Der hatte sich für Larissa, man merkte es ihm deutlich an, für dieses Mal eine regelrechte Gardinenpredigt aufgespart. Larissa hatte ihren langsamen Walzer ohne schwerwiegende Fehler hinter sich gebracht und lauschte gerade dem vorsichtig anerkennenden Urteil von Jorge Gonzalez und Motsi Mabuse. Dann kam Llambi. Larissa habe beim letzten Mal, begann er, gesagt, dass sie ganz schön viel tue für „einen Job“. „Alle anderen in der Show reißen sich den Allerwertesten auf und geben ihr Herz“. Sie tue das nicht.

Die Rumba blieb blass

In einer Castingshow kann man eigentlich nicht viel Schlimmeres über einen Kandidaten sagen, und so brach die Klagenfurterin auch sogleich in Tränen aus. Man könne ihr Unvermögen vorwerfen, schluchzte sie, aber kein mangelndes Engagement. Es war sicherlich nicht nur der Mitleidsfaktor, der ihr am Schluss mit 18 Punkten in die sechste Runde half – es war auch der ehemalige Freistilringer Alexander Leipold, der an der Seite von Profitänzerin Oana Nechiti mit einer Mischung aus Jive und Rumba nur zu 13 Punkten kam und auch ansonsten blass blieb. Das Publikum strafte das ab, und so wird das Paar in der nächsten Woche nicht mehr dabei sein.

Und sonst? Eine durchschnittliche, eher blasse Vorstellung. Musterschüler Alexander Klaws löste sein Versprechen ein, sich nach der Höchstnote von 30 Punkten für das Publikum einmal auszuziehen. Die hatte er beim letzten Mal bekommen, und so tanzte Klaws ein bisschen mit nacktem Oberkörper herum. „Schöne nackte Mann“, japste Sylvie Meis, „habe ich schon lange nicht gesehen“. Nicht nur Carmen Geissens Mann Robert saß im Publikum, sondern auch Lilly Beckers Ehemann Boris. Viel mehr ist eigentlich nicht zu berichten.

Außer dies vielleicht: Mit seiner Partnerin Isabel Edvardsson zeigte Klaws auch diesmal, es war ein Sambatanz, dass er die Show eigentlich schon gewonnen hat. Mit 29 Punkten blieben Edvardsson und er nur einen Zähler unter der Höchstnote, die sie sich das letzte Mal ertanzt hatten. Die einzige Kandidatin, die hier noch halbwegs mithalten kann, ist die ehemalige Eiskunstläuferin Tanja Szewczenko – 26 Zähler schlugen für sie zu Buche. Nach fünf Shows scheint es aber immer unwahrscheinlicher zu werden, dass sie für Klaws noch zur ernsthaften Gefahr werden kann.