Film

Voller Höhepunkte: „Lunana“ aus dem Bhutan

Eberhard von Elterlein
Kleine Menschen im großen Gebirge: Lehrer Ugyen (Sherab Dorji, l.) mit Sängerin Saldon (Kelden Lhamo Gurung).

Kleine Menschen im großen Gebirge: Lehrer Ugyen (Sherab Dorji, l.) mit Sängerin Saldon (Kelden Lhamo Gurung).

Foto: Kairos Film

Ein Lehrer wird in die entlegenste Schule der Welt versetzt – und lernt etwas fürs Leben. Herzergreifendes Drama aus dem Himalaya.

Dies ist ein wirklich großer Film voller Höhepunkte und nicht nur, weil er 4800 Meter über dem Meeresspiegel spielt. Nein, Pawo Choynin Dorjis herzzerreißendes Drama „Lunana – Das Glück liegt im Himalaya“ aus dem Bhutan entführt uns nicht nur in die exotische Welt des Himalaya, in der sich mittlerweile auch braun gewordene Bergspitzen in den Himmel bohren.

Heizen mit trockenem Yakmist

Er dringt auch tief in die Herzen der dortigen Bewohner ein, als der Lehrer Ugyen (Sherab Dorji) aus der Hauptstadt Timphu in die entlegenste Schule der Welt geschickt wird: in den 58-Seelen-Ort Lunana, acht Wanderstunden von der Zivilisation entfernt.

Hier, wo man getrockneten Yakmist zum Heizen verwendet und Papier als Fensterschutz, erfährt Ugyen die tiefe Verbundenheit der Menschen mit der Natur. Sie manifestiert sich in einer ganz bestimmten Art, Lieder zu singen.

Ein Yak steht im Klassenraum

Ugyen, der selbst von einer Karriere als Sänger im fernen Australien träumt, lernt diese durch die weise Sängerin Saldon (Kelden Lhamo Gurung) kennen, die ihn über die symbiotische Beziehung der Hirten zu den Yaks aufklärt – und ihm so ein Zottelvieh in den Klassenraum stellt.

Das Ergreifende an dem Film ist dabei, dass er seine Hommage an die Natur des Menschen nicht plakativ vorträgt, sondern sie vielmehr mit atemberaubenden Bildern, herzerwärmenden Figuren (von lernwilligen Schülern bis dankbarem Ortsvorsteher) und ergreifender Musik überwältigend zu vermitteln weiß.