Kino

Tierisch beste Freunde

Wildschweine bedrohen das ländliche Idyll: „Mullewapp – Eine schöne Schweinerei“.

Müssen ihren Bauernhof vor Wildschweinen verteidigen: die Helden aus „Mullewapp – Eine schöne Schweinerei“

Müssen ihren Bauernhof vor Wildschweinen verteidigen: die Helden aus „Mullewapp – Eine schöne Schweinerei“

Foto: StudioCanal / dpa

Vor sieben Jahren lief die erste Kinoadaption von Helme Heines Kinderbuchklassiker „Freunde“ in den Kinos. „Mullewapp – Das große Kinoabenteuer der Freunde“ war ein zweidimensionaler Animationsfilm für die jüngsten Zuschauer und wirkte, erst recht im Jahr der 3D-Sensation „Avatar“, auf fast rührende Weise anachronistisch. Vier Autoren (unter ihnen Heine selbst) schrieben damals dem Schwein Waldemar, der Maus Johnny und Franz von Hahn ein unterhaltsames Abenteuer um Schafentführung durch den bösen Wolf auf die tierischen Leiber.

Mit „Mullewapp – Eine schöne Schweinerei“ legt Jesper Møller, Koregisseur des ersten Films, nun sein Debüt als Drehbuchautor vor: Er lässt eine ganze Gang von Wildschweinen auf die Bewohner vom Bauernhof Mullewapp los. Es geht ihnen um Krawall im Allgemeinen und ganz speziell um Waldemars leckere Geburtstagstorte.

Prächtige Bilder und viel Slapstick

Møller dient das in erster Linie als Vorwand für allerlei Slapstick und um die drei Freunde auf eine Art Roadmovie zu schicken. Es geht quer durch die Natur und im rasenden Tempo über den Fluss – alles Szenen, die der diesmal gewählten, dem Zeitgeschmack folgenden 3D-Ani­mation zuträglich sind. (Nicht zu verwechseln mit einem 3D-Film, für den man eine entsprechende Brille bräuchte).

Die aufwändigere Technik sorgt mitunter für prächtige Bilder. Leider mangelt es dem Film gelegentlich an Genauigkeit – so hätte etwa der finale Flug in einer von Luftballons getragenen Badewanne an Unterhaltungswert gewonnen, wenn die Gesetze der Schwerkraft nicht sträflich vernachlässigt worden wären.

Carolin Kebekus und Christian Ulmen leihen Henne und Biber die Stimmen

Im Ganzen jedoch bietet auch der zweite „Mullewapp“-Film solide Unterhaltung für die jüngsten Kinozuschauer, was nicht zuletzt den erneut gut besetzten Sprechrollen zu verdanken ist: Vor ­allem Carolin Kebekus als Henne Marilyn und Christian Ulmen als schwimmschwacher Biber Benny Bauholtz lassen auf­horchen.