Gruselthriller

Geh bloß nie allein in den Wald

Für sein Kinodebüt „The Forest“ hat sich Werbefilmer Jason Zada den japanischen Aokigahara-Wald als Auslöser allen Übels ausgesucht.

Allein im dunklen Wald: Natalie Dormer als Sara Price in einer Szene aus dem Gruselthriller „The Forest“ von Kinodebütant Jason Zada

Allein im dunklen Wald: Natalie Dormer als Sara Price in einer Szene aus dem Gruselthriller „The Forest“ von Kinodebütant Jason Zada

Foto: Splendid Film / dpa

Schon im Märchen hatten dunke Wälder immer etwas Bedrohliches. Kein Wunder, dass das Grauen unter Kiefern und Fichten auch im Horror-Genre eine gewichtige Rolle spielt, von „Tanz der Teufel“ bis „Sleepy Hollow“, von „Blair Witch Project“ bis „Wrong Turn“. Nun hat sich auch Werbefilmer Jason Zada für sein Kinodebüt „The Forest“ den Wald als Auslöser allen Übels ausgesucht.

Zada, der etwa mit der interaktiven Weihnachts-App „Elf Yourself“ einen viralen Hit für den Büroartikelriesen „Office Max“ landen konnte, ist ein atmosphärischer, übernatürlicher Thriller gelungen, dem man ob seiner Story und seiner Darsteller den einen oder anderen platten Effekt verzeiht.

Nur die Schock-Zombies sind etwas albern

Zada hat den japanischen Aokigahara-Wald am Fuße des Mount Fuji als Hauptdarsteller auserkoren. Den gibt es tatsächlich, und der Wald ist dafür berüchtigt, dass dorthin Menschen gehen, um sich das Leben zu nehmen. Nun wird die Zwillingsschwester der jungen Sara (Natalie Dormer aus „Game of Thrones“) in dem Wald vermisst und natürlich macht sich Sara auf nach Japan, um sie zu suchen.

Sie trifft auf den Journalisten Aidan (Taylor Kinney), der ihr Hilfe anbietet. Aber natürlich geht sie allen Warnungen zum Trotz in den Wald. Und natürlich verlässt sie die ausgeschilderten Wege. Und wird nicht nur von den bösen Geistern, die im Wald hausen, sondern auch von der Erinnerung an eine tragische Vergangenheit gepeinigt. Das ist stimmig und handwerklich perfekt in Szene gesetzt. Nur die suizidalen Schock-Zombies wirken ziemlich albern.