Neu im Kino

Nie haben wir Patrick Swayze mehr vermisst: „Point Break“

Bösewicht Bodhi ist nun ein esoterischer Öko-Rauber. Und in der Neuauflage von Kathryn Bigelows Thriller geht es nur um Sport. Extrem.

Nur noch Fassade: Bodhi und seine Bande

Nur noch Fassade: Bodhi und seine Bande

Foto: Concorde Filmverleih GmbH / Reiner Bajo

An „Point Break“ lässt sich wunderbar feststellen, wie schnell doch 25 Jahre vergehen können. Kathryn Bigelow drehte 1991 einen stimmungsvollen Action-Thriller über Surfer, die unter den Masken von US-Präsidenten Banküberfälle begehen.

Ein bissiger Kommentar über die Post-Reagan-Aera mit einem charismatischen Patrick Swayze als Anführer Bodhi und einem charmanten Keanu Reeves als dessen Gegenspieler Johnny Utah, der als eingeschleuster FBI-Agent glaubwürdig der Aura Bodhis verfällt.

Geldraub als Weg zur spirituellen Erleuchtung

25 Jahre später ist Patrick Swayze tot, und an seiner Stelle faselt Edgar Ramirez in der Neuauflage von „Point Break“, dass es ihm um spirituelle Erleuchtung statt um Geld geht. Weswegen er mit seiner Truppe geraubte Geldpakete zerschneidet und vom Helikopter aus über einem mexikanischen Slum abwirft.

Geldraub als Globalisierungskritik ist dabei aber nur eine sehr dünne erzählerische Folie, die „Fast and the Furious“-Kameramann Ericson Core als Regisseur mit Drehbuchautor Kurt Wimmer („Salt“) über diese Neuverfilmung gespannt hat.

Viel Sport und wenig Plot

Denn in Wahrheit geht es um den Sport statt um den Plot. Es gibt spektakuläre 3-D-Aufnahmen – vom Freeclimbing neben Wasserfällen über Falschirmsprünge mit Motorrad bis zu Wingsuit-Flügen durch enge Schluchten – auf gleich vier Kontinenten. Da wird es unwichtig, dass Luke Bracey als Johnny Utah nur noch ein Posterboy ist. Und dass es kaum noch ums Surfen geht. War ja mal ein cooler Extremsport. Vor 25 Jahren.