Film-Festival

Berlinale: Wo sonst noch gefeiert wurde

Die Partydichte lichtet sich in der zweiten Berlinale-Woche. Ganz ohne rote Teppiche müssen die Promis aber auch nicht auskommen.

Schwer verliebt: Filmemacher Matthias Schweighöfer und Freundin Ruby O. Fee bei der Pantaparty in Friedrichshain.

Schwer verliebt: Filmemacher Matthias Schweighöfer und Freundin Ruby O. Fee bei der Pantaparty in Friedrichshain.

Foto: Frederic Kern/Geisler-Fotopress / Geisler-Fotopress

Durchatmen, Krönchen richten, weiterfeiern. In der zweiten Berlinale-Woche ist der große Partymarathon zwar vorüber. Für diejenigen, die möchten oder müssen, ist aber weiterhin jeden Tag an irgendeiner Ecke der Stadt ein Gläschen und ein roter Teppich zu bekommen. Zum „Partyhighlight zwischen Weihnachten und Ostern“ hatten am Montagabend Matthias Schweighöfer und seine Produktionsfirma Pantaflix geladen.

Auf dem verlassenen Industriegelände Neuzeit Ost an der Modersohnstraße in Friedrichshain gab es dann endlich auch einen gemeinsamen Auftritt mit seiner Freundin und eventuell bald Verlobten Ruby O. Fee. So ganz genau wollen sich die seit einem Jahr verliebten da gerade nicht festlegen. Während die Schauspielerin sich in den letzten Tagen auf diversen Berlinale-Empfängen gezeigt hatte, war Schweighöfer zu Hause bei seinen kranken Kindern geblieben. „Das kann man keiner Nanny zumuten.“

Im „Grill Royal“ feierte der Filmnachwuchs

Im „Grill Royal“ an der Friedrichstraße speiste zeitgleich der Filmnachwuchs beim „Tribute to the next Generation“-Dinner der Ufa. Unter den Gästen: Sonja Gerhardt, Jannik Schümann und Maria Ehrich. Neben der jungen Generation standen auch die Themen gesellschaftliche Verantwortung und die Zukunft des Filmemachens im Mittelpunkt. „

Ich glaube fest daran, dass es als Arbeitgeber unerlässlich ist, sich mit gesellschaftsrelevanten Themen auseinander zu setzen. Es geht uns um eine konkrete Vision, wie wir uns als Filmemacher und als Arbeitgeber aufstellen wollen und wie wir Haltung beweisen“, so Ufa-CEO Nico Hofmann. „Dazu gehören Themen wie Diversity, genauso wie Nachhaltigkeit oder unser Verständnis eines demokratischen Systems. Wir wollen gemeinsam mit jungen Talenten neue Wege gehen.“

Auf Baustelle des „Tacheles“ werden Überraschungsfilme gezeigt

Auf der Baustelle des „Tacheles“ an der Oranienburger Straße eröffnete am Montagabend die Berlin-Film-Lounge mit Gästen wie Silbermond, Schauspielerin Annabelle Mandeng und Modemacher Dawid Tomaszewski. Bis zum 27. Februar werden dort vier Überraschungsfilme gezeigt, alle im Zeichen der kulturellen Vielfalt Berlins. Den Anfang machte der Kurzfilm „Tacheles“ von Olaf Heine mit Thomas Kretschmann in der Hauptrolle. „Ich wusste schon um Olafs Qualität, Genauigkeit und Vision, aber mit der Fülle an Emotionen hat er mich doch ganz schön überrascht“, so Kretschmann über die Zusammenarbeit.

Fernsehsender Arte gab seinen Empfang

In der Akademie der Künste am Pariser Platz gab am Dienstagabend der deutsch-französische Fernsehsender Arte seinen traditionellen Empfang während der Filmfestspiele. Ein Pflichttermin für Schauspieler wie Nina Kunzendorf, Benjamin Sadler und Birge Schade.

Arte sei mit Abstand der Sender, auf dem er sich am meisten anschaue, so Armin Rohde. Er stünde deshalb auch für dessen Anliegen jederzeit zur Verfügung. „Gerade die Öffentlich-Rechtlichen werden extrem von den neuen Rechten angefeindet, dagegen müssen wir als Filmschaffende unsere Stimme erheben. Diese Braunen ziehen den Ruf Deutschlands in den Dreck, den wir über Jahrzehnte mühsam wieder aufgebaut haben.“

Von der Berlinale wünsche er sich ebenfalls noch mehr politische Stellungnahmen. Angesichts des Anschlags von Hanau könne man in diesem Jahr noch weniger so weiterfeiern, als wenn nichts passiert sei.