Berlinale

Wo die Stars der Berlinale essen gehen

Während der Berlinale treffen sich Hollywood und deutsche Filmbranche in Berlin. Wir verraten, wo es Schnitzel mit den Stars gibt.

Im „Borchardt“ wird die Party zu später Stunde gerne auch ins erste Obergeschoss verlegt

Im „Borchardt“ wird die Party zu später Stunde gerne auch ins erste Obergeschoss verlegt

Foto: BM

Zehn Tage Berlinale – das bedeutet auch zehn Tage Hochsaison für Berlins Autogramm- und Selfiejäger. Vom 20. Februar bis zum 1. März werden Hillary Clinton, Johnny Depp, Elle Fanning, Javier Bardem, Salma Hayek, Cate Blanchett, Roberto Benigni, Willem Dafoe und Jason Segel erwartet – um nur einige Namen zu nennen. Garantiert zu sehen bekommt man die Hollywoodstars auf dem roten Teppich vor dem Berlinale Palast am Potsdamer Platz. Erfolgserlebnisse setzen hier jedoch Ausdauer, Durchsetzungsfähigkeit und Kälteunempfindlichkeit voraus. Komfortabler wartet es sich in den Spitzenrestaurants und -hotels der Stadt, die bei internationalen Gästen hoch im Kurs stehen. Eintritt gewähren frühzeitige Reservierungen oder charmante Überredungskünste.

Nirgendwo gibt es eine höhere VIP-Garantie

Kein Weg vorbei führt auch während der 70. Berliner Filmfestspiele am „Borchardt“ an der Französischen Straße. Den größten Promiauflauf dürfte es dort am Abend des 22. Februar zur „Place to B“-Party geben – allerdings gilt hier „by invitation only“. Wenn Sie nicht vor der Tür stehen wollen, schauen Sie lieber an einem der anderen Tage vorbei. Nirgendwo gibt es eine höhere VIP-Garantie. Auch der ehemalige US-Präsident Barack Obama war hier schon zu Gast. Vielleicht hat er seiner Kollegin Hillary Clinton ja einen heißen Schnitzel-Tipp gegeben.

Ein Klassiker, der niemals aus der Mode kommt, ist auch das „Grill Royal“ an der Friedrichstraße. Dem Vegan-Trend zum Trotz scheint der Steakdealer in Hollywood auch weiterhin als Berliner Place to eat weiterempfohlen zu werden. Am Abend des 24. Februar findet dort das „Tribute to the next Generation“-Dinner der Ufa statt, das in jedem Jahr wieder ein Klassentreffen des Filmnachwuchses ist.

Zu den Berlinale-Lieblingsunterkünften gehört das Fünf-Sterne-Haus „Regent Berlin“ am Gendarmenmarkt. Praktischerweise gibt es von dort aus einen diskreten unterirdischen Gang direkt ins „Borchardt“. Dieses Mal haben sich Johnny Depp, Sigourney Weaver und Salma Hayek als Gäste angekündigt. Ein Drink in der hauseigenen Bar oder ein Lunch im Restaurant „Charlotte & Fritz“ könnte also eine gute Idee für Promisichtungen sein. Wenn es nicht klappt, tröstet Sie Bartenderin Sheila Scheidemann gerne mit einem Berlinale-Drink. Nur während der Filmfestspiele bekommen Sie dort einen Champagnercocktail zusammen mit einem Stück Lauchtarte als besonderes Angebot.

In der Lobby können die Stars beobachtet werden

Weitere Favoriten der Fünf-Sterne-Kategorie, um das partymüde Hollywoodhaupt in der deutschen Hauptstadt zu betten, sind das „Adlon“, das „Hotel de Rome“, das „Waldorf Astoria“ und das „Ritz-Carlton“. Im „Ritz“ am Potsdamer Platz findet ebenfalls am 22. Februar die traditionelle Berlinale-Party des Medienboard Berlin-Brandenburg statt. Hier bietet sich die Chance, in der Lobby den großen Auflauf der deutschen Filmbranche zu beobachten. Einen Tag später steigt im „Adlon“ die „Movie meets Media“-Party, die erfahrungsgemäß von Prominenten der nahbareren B- bis C-Kategorie besucht wird.

Sehr zurückhaltend in der Kommunikation seiner VIP-Gäste ist das Hotel „Das Stue“ am Rande des Tiergartens. Dort findet am 20. Februar die „Berlinale Opening Night“ von Ufa, RTL und Gruner + Jahr statt. Direkt gegenüber dem Berlinale Palast befindet sich das Hotel „Grand Hyatt“. Im Obergeschoss treffen sich die Hauptdarsteller der Wettbewerbsfilme zu Fototerminen und Pressekonferenzen. Und vom Restaurant „Vox“ aus lässt sich ganz entspannt das geschäftige Treiben auf dem Marlene-Dietrich-Platz beobachten.

Begegnung beim Frühstück oder im Fitnessstudio

Bei den internationalen Kollegen schwer gefragt ist auch das „Soho House“ an der Torstraße in Mitte. Zugang zu Dachterrasse, Restaurant und der beliebten Partylocation Politbüro haben zwar nur Mitglieder und Gäste. Aber auch das Restaurant „Cecconi’s“ und der Shop „The Store“ im Untergeschoss sind bei den US-Stars hoch frequentiert. Fortgeschrittene buchen sich in einem der Hotels ein Zimmer. Damit erhöhen sich die Chancen, den Star der Wahl beim Frühstück oder im Fitnessraum zu treffen. Einsteiger können zum Promi-Spotting aber auch in einen Kaffee in der Lobby investieren.

Mit dem Zoo Palast als Berlinale-Kino verlagern sich die Internationalen Filmfestspiele auch wieder mehr in die City West. Von den goldenen Zeiten, als Hollywood im „Kempi“ ein- und ausging, weiß Andreas Jochem, Barmanager in der „Bristol Bar“, zu erzählen. Schwelgen Sie doch bei einem Glas mit ihm in Erinnerungen. Und vielleicht kommt ja einer der alteingesessenen Stammgäste vorbei. Auf einen Absacker können Sie später am Abend ihr Glück in der „Paris Bar“ versuchen. Das „Borchardt“ des Westens hat nicht nur seinen ganz eigenen Charme, sondern erfreut sich vor allem bei deutschen Filmemachern ungebrochener Beliebtheit.