Filmfestspiele

Berlinale verleiht Charlotte Rampling den Ehren-Bären

Das Festival verleiht Charlotte Rampling einen Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk und widmet ihr seine Hommage.

Charlotte Rampling in François Ozons Film „Unter dem Sand“.

Charlotte Rampling in François Ozons Film „Unter dem Sand“.

Foto: Berlinale

Berlin. Vor zwölf Jahren war sie die Jurypräsidentin, und erst vor drei Jahren gewann sie für ihren Film „45 Jahre“ den Silbernen Bären als beste Schauspielerin. Nun wird Charlotte Rampling auf der 69. Berlinale (7. bis 17. Februar) noch einmal eine große Würdigung zuteil: Das Festival verleiht ihr einen Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk und widmet ihr seine Hommage. „Mit ihrer Arbeit steht sie für ein unkonventionelles und aufregendes Kino“, verkündete am Montag der Festivalchef Dieter Kosslick.

Mit ihren ewig glühenden Augen und den stets zusammengepressten Lippen ist die Schauspielerin wie gemacht für innere Kämpfe, komplexe emotionale Rollen und überhaupt großes Drama. In 54 Jahren hat sie in mehr als 100 Filmen mitgewirkt. Bekannt wurde die Britin 1969 mit Luchino Viscontis „Die Verdammten“.

Berühmt wurde sie 1974 mit „Der Nachtportier“, der einen Skandal auslöste, weil sie darin in einem KZ von einem SS-Offizier zu SM-Sex gezwungen wird. Längst ist sie eine Ikone des europäischen Films, die mit fast allen namhaften Regisseuren gearbeitet hat und immer wieder auch auf der Berlinale vertreten war. Das Festival zeigt zehn ihrer Filme, darunter auch den Dokumentarfilm „Charlotte Rampling: The Look“. Im Anschluss an die Verleihung des Ehrenbären am 14. Februar wird noch einmal „Der Nachtportier“ gezeigt.