Berlinale

Probesitzen im Berlinale-Palast: Das ist unsere Leserjury

Sie gehen für die Morgenpost auf das Filmfestival, um am Ende den Publikumsfavoriten zu küren. Am Montag haben sie sich kennengelernt.

Sie durften schon mal  im Muscicaltheater Platz nehmen, bevor es zum Berlinale Palast umgebaut wird: die zwölf Geschworenen der „Berliner Morgenpost“

Sie durften schon mal im Muscicaltheater Platz nehmen, bevor es zum Berlinale Palast umgebaut wird: die zwölf Geschworenen der „Berliner Morgenpost“

Foto: Amin Akhtar

Noch neun Tage, dann geht sie los: Die Berlinale am Potsdamer Platz. Am 2. Februar wird das Filmfestival sein endgültiges Programm vorstellen. Zwölf Auserwählte aber durften bereits am Montag schon mal „ansitzen“ im Berlinale-Palast: die Leserjury der Berliner Morgenpost.

Unter Hunderten von Einsendungen wurden diese zwölf Geschworenen ausgewählt (von links nach rechts): Andreas Fricke (36, Projektmanager), Steffi Falk (43, Schneiderin und Nähschulinhaberin), Jürgen Zingler (66, pensionierter Verwaltungsbeamter), Laurie Andraschko (23, Kulturwissenschaftsstudentin), Florian Weidl (46, Rechtsanwalt), Alexander Masche (28, Filmvertriebs-Assistent), Sandra Miriam Schneider (51, Schreibcoach), Tarja Wündrich (45, Charité-Ärztin), Bastian Peters (37, freiberuflicher Texter), Gabriele Schütze (61, Angestellte im Öffentlichen Dienst), Anja Scharer (28, Entwicklerin) und Jessica Sessinou (30, Creativ Director).

Das Pensum sind drei Filme am Tag

Während sich ab 11. Februar 1800 Gäste in den Saal drängeln, durften unsere Juroren einmal ganz exklusiv in einem noch völlig leeren Zuschauerraum Platz nehmen (vielen Dank an das Stage-Theater, das das auch in diesem Jahr wieder möglich gemacht hat).

Zwei bis drei Filme pro Tag ist das Minimum, was die Juroren erwartet. Sie werden für unsere Zeitung den Wettbewerb besuchen und am Ende den Publikumsfavoriten küren. Der wird dann am 20. Februar, nur wenige Stunden vor den Bären, verliehen.

Der Preis ist in der Branche angesehen und gefragt: Zeigt er doch an, dass ein Film nicht nur bei der Kritik, sondern auch beim Publikum ankommt. Zu den Preisträgern der letzten Jahre zählen so unterschiedliche Werke wie „Magnolia“ (2000), „The Hours“ (2003), „Nader und Simin“ (2011), „Barbara“ (2012), „Boyhood“ (2014) und zuletzt Sebastian Schippers Berlin-Film „Victoria“.