Cinema for Peace

Gala mit Hollywood-Flair und Trittbrettfahrern

Die Benefizgala "Cinema for Peace" gehört zwar nicht zur Berlinale, ist aber der gesellschaftliche Höhepunkt während der Festspiele. Und auch diesmal kamen die Stars - allen voran Sean Penn, für dessen Hilfscamp auf Haiti im Konzerthaus am Gendarmenmarkt gesammelt wurde.

Viele schicke Veranstaltungen während der Berlinale haben mit dem Festival zunächst gar nichts zu tun. So auch die glamouröse Friedensgala „Cinema for Peace“, bei der sich am Montagabend zum 10. Mal im Konzerthaus am Gendarmenmarkt viele Prominente zum Spenden versammelten. Immerhin: die große Leidenschaft fürs Kino teilt Organisator Jaka Bizilj. Die Schauspielerinnen Jeanette Hain, Esther Schweins und Susanne Lothar waren der Einladung gerne gefolgt, und auch FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Außenminister Guido Westerwelle waren zur Gala gekommen. Trotzdem war die Stimmung anfangs etwas verhalten. Vielleicht, weil die Veranstaltung neben echten Promis auch immer ein paar Trittbrettfahrer wie Vollzeit-Blondine Sarah Kern samt Ex-Mann Goran Munizaba anlockt, die sich im Scheinwerferlicht von Hollywoodstars sonnen wollen.

Lilly Becker kämpfte gegen maue Stimmung an und versuchte mit unermüdlicher Fröhlichkeit, ihrem Mann Boris Becker ein Lächeln zu entlocken. Doch der schaute eher griesgrämig drein, ebenso wie Hollywoodstar Sean Penn, der für sein Engagement in Haiti geehrt wurde. Wahrscheinlich hatte der Oscar-Preisträger nicht die Selbstironie, sich als Hofnarr zu fühlen. Genauso wie Sir Bob Geldof gab er sich am roten Teppich genervt und wortkarg. Sean Penns Hilfscamp auf Haiti wird mit den Einnahmen der diesjährigen Gala unterstützt. „Es ist wichtig, Sean Penn hier heute Abend zu ehren“, sagte die deutsche Unicef-Botschafterin Sabine Christiansen. „Wir alle wissen Sean Penns Arbeit sehr zu schätzen.“