Berlinale-Graffiti

Was von Banksy übrig blieb

Alexander Krex

Foto: Alexander Krex / Alexander Krex/BMO

Am Sonntag hat Street-Art-Künstler Banksy seinen Film "Exit Through The Gift Shop" auf der Berlinale vorgestellt - und blieb unerkannt. Graffitis von Banksy gab es auch in Berlin. Doch sie sind verschwunden. Morgenpost online zeigt, wie die Banksy-Arbeiten aussahen.

Die Farbe ist eine andere, die Struktur des Putzes auch. Es ist nur eine kleine, fast kreisrunde Stelle in der Wand unter den S-Bahngleisen am Alexanderplatz. Sie fällt nicht weiter auf. Nur denjenigen, die auf der Suche nach einem echten "Banksy" durch Berlin laufen. Und auch hier werden sie enttäuscht: Statt auf die an einem Regenschirm vom Himmel segelnden Ratte mit Schlips und Aktenkoffer, schauen sie auf ein nachträglich verputztes Stück Wand zwischen zwei rostenden Fenstergittern. Das Graffiti von Banksy ist verschwunden.

Fotos: Loso ( www.loso.de.tt )

Der unbekannte Mensch hinter dem Pseudonym Banksy ist einer der populärsten Street-Art-Künstler des Planeten. Die Ratte im Business-Dress mit Regenschirm ist eines seiner Markenzeichen. An vielen Orten in der Hauptstadt konnte man die Nagetiere bewundern (oder sich über sie ärgern). Neben London und New York ist Berlin eine der Städte, an denen sich der britische Maler abgearbeitet hat. Doch die Graffitis sind weg. Vermeintliche Liebhaber oder Menschen mit Geschäftssinn haben sie aus der Wand gemeißelt. Ein Foto reichte da nicht. So war das auch am Alexanderplatz. Anderswo in Berlin wurden Stoppschilder, Stromkastenabdeckungen oder Holzlatten geklaut. Weitere Banksys wurden einfach abgewaschen.