Disney on Ice

Freiheit, Liebe und Zuckerwatte

„Disney on Ice – eine fantastische Reise“ feiert Deutschlandpremiere im Velodrom. Eltern und Kinder sind begeistert

Micky Maus, Donald Duck und Co. bei „Disney on Ice“ im Velodrom

Micky Maus, Donald Duck und Co. bei „Disney on Ice“ im Velodrom

Foto: Concert Concept / BM

Blaurote Zuckerwatte in einer Schneemannstasse, süßes Popcorn in der Micky-Maus-Tasche oder ein Foto zusammen mit einer Disney-Prinzessin. Im Foyer des fast ausverkauften Velodroms im Prenzlauer Berg ist ein bunter Jahrmarkt aufgebaut. Überall laufen kleine Kinder herum, die von ihren Eltern mühsam an der Hand gehalten werden. Viele sind verkleidet als Prinzessin mit Krönchen oder in einen Micky Maus Pullover gesteckt. In der Halle ist es kühl, die Eisfläche in der Mitte strahlt frostig über die Sitzblöcke hinweg. Da ist es gut, die Jacke für „Disney on Ice“ nicht an der Garderobe abgegeben zu haben.

Dann beginnt das Eislaufspektakel. Ohne Vorwarnung schlittern die Schlittschuhläufer über die Eisfläche und stimmen das Publikum zu unterschiedlichen Volksmusikklängen auf die folgende Weltreise ein. Strahlend klatschen Kinder und Erwachsene in die Hände, als Micky Maus und Donald Duck mit ihren jeweiligen weiblichen Gegenparts die Eislauffläche betreten. Mini Maus stellt sich schnell als Reiseleiterin heraus. Sie hat ein riesiges Smartphone mit Micky Maus Ohren dabei und dirigiert die Reisegruppe in Richtung Afrika.

Der Löwe Simba fährt Schlittschuh und singt

In der Savanne singt Simba im extrem engen Ganzkörper-Löwenanzug davon, dass er endlich König sein will, während er mit seiner Partnerin über das Eis fährt. Warzenschwein Pumbaa löst die beiden verliebt Dahingleitenden schließlich mit seinem „Hakuna Matata“–„Hab keine Sorgen“-Liedchen ab.

Während es in Afrika sorgenfrei zugeht, erwartet die Reisegruppe in London mehr Spannung. Dort machen sich Wendy und ihre Brüder nach Nimmerland auf, wo der Captain Hook sie gleich gefangen nimmt. Auch Peter Pan hat es nicht einfach. Schließlich wurde Fee Naseweis vergiftet. Da muss das ganze Publikum mithelfen. „Ich glaube an Feen“ sollen alle rufen. Und noch einmal, lauter. Begeistert stimmen sie ein. Auch die Erwachsenen.

Jeder Effekt auf der Eisfläche wird dankbar bestaunt

Nicht nur Eltern sitzen im Publikum. Auch junge Paare sind gekommen. Natürlich verkleidet. Und natürlich kennen sie die Texte der Lieder. Jeder kleine Effekt auf der Eisfläche wird mit einem dankbaren „Oh“ oder „Ah“ belohnt.

Weiter geht es in die Unterwasserwelt. Dort singt Arielle von ihrem Wunsch, ein Mensch zu sein und von der Liebe. Höhepunkt der Reise ist das Märchen der Eiskönigin. Da tanzen die Kinder begeistert mit, während einige Erwachsene nicht viel mit dem modernen Disneymärchen anfangen können. Die Figuren dürfen noch einmal von der großen Freiheit und der noch größeren Liebe singen. Es schneit auf die Eisfläche hinab, alle Gefahren werden überstanden und das Königreich vom ewigen Winter gerettet. Kurzer Applaus und dann ist es vorbei mit Freiheitsdrang, Liebe und Happy End. Schnell ziehen Eltern und Kinder Richtung Ausgang. Hinaus in das eisige Wetter.

Velodrom, Paul-Heyse-Str. 26, Prenzlauer Berg. Tel. 0180-6777111. Bis 28. Februar