Gemäldegalerie

Berliner Botticelli-Ausstellung großer Publikumserfolg

Die Boticelli-Schau hat 190.000 Besucher in die Berliner Gemäldegalerie gelockt. Die nächste große Ausstellung wird schon vorbereitet.

Mit 190.000 Besuchern ist am Sonntag die Ausstellung “The Botticelli Renaissance” in der Berliner Gemäldegalerie zu Ende gegangen. „Dies ist ein großartiger Zuspruch und zeigt erneut, dass das Kulturforum ein Ort für erfolgreiche Ausstellungen ist“, freute sich Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin.

Die Botticelli-Schau war eine ebenso hochkarätige wie ungewöhnliche Ausstellung zu dem italienischen Kultkünstler. Neben mehr als 50 Originalwerken waren rund 100 Bilder und Exponate zu sehen, die sich bis heute mit dem Werk des Florentiner Malers Sandro Botticelli (1445-1510) auseinandersetzen - von Andy Warhol bis Cindy Sherman, von René Magritte bis David LaChapelle.

"In einem kunsthistorischen Rückwärtsgang haben wir versucht, Botticelli freizulegen von den zwiebelartigen Schalen, die sich um ihn herum angereichert haben", sagte Eissenhauer. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Victoria and Albert Museum in London. Dort wird sie nun im Anschluss an Berlin zu sehen sein (5. März bis zum 3. Juli 2016).

Neben hochkarätigen Leihgaben aus London, Paris und den USA stammten acht der gezeigten Originalgemälde aus dem eigenen Bestand der Gemäldegalerie. Botticellis Kultbild schlechthin, die legendäre "Geburt der Venus" (um 1484), wird von den Uffizien in Florenz nicht verliehen.

Die Ausstellungshallen der Berliner Gemäldegalerie werden in Kürze für die nächste große Schau vorbereitet: vom 1. Juli bis 30. Oktober 2016 zeigt die Gemäldegalerie gemeinsam mit dem Museo Nacional del Prado und dem Museo Nacional de Escultura de Valladolid „El Siglo de Oro. Die Ära Velázquez“ – mit über 100 Meisterwerken von Velázquez, El Greco, Francisco de Zurbarán, Bartolomé Esteban Murillo und vielen anderen wird das goldene Jahrhundert der spanischen Barockmalerei erstmals auch außerhalb Spaniens erlebbar sein.