Sanierung

Die alte Stuckdecke hängt wieder im Opernhaus

Die Sanierung der Staatsoper Unter den Linden geht voran, jetzt wird der Zuschauerraum ausgebaut. Die Eröffnung soll 2017 sein.

Die historische Decke in der Staatsoper Unter den Linden hängt jetzt wieder. Der Zuschauersaal ist nach der Sanierung um sechs Meter höher geworden

Die historische Decke in der Staatsoper Unter den Linden hängt jetzt wieder. Der Zuschauersaal ist nach der Sanierung um sechs Meter höher geworden

Foto: VBlech@wmg.loc / BM

Die Baufortschritte an der Staatsoper Unter den Linden werden allmählich auch im Inneren sichtbar. Nach dem Abbau des Gerüsts im Zuschauerraum wurde am Dienstag erstmals ein Blick auf die rekonstruierte Saaldecke freigegeben. Dabei ist auch die Dimension des neuen Opernsaales zu erkennen. Die denkmalgeschützten Deckenteile sind bereits angebracht. Der Raum ist nunmehr um sechs Meter erhöht worden, um die Akustik des Opernhauses zu verbessern. Unterhalb der Decke wird eine neue Verkleidung eingezogen, ansonsten werden die alten Teile der Lindenoper verwendet.

Zur Zeit wird die Untermaschinerie der Bühne eingebaut. Der Bühnenturm ist von den Ausmaßen her größer als der Zuschauerraum. Wegen des Grundwassers ist der Bühnenturm in eine Stahlwanne gestellt. Vergrößert hat sich auch der Orchestergraben.

Der umstrittene Tunnel ist fertiggestellt

Bereits fertiggestellt ist der lange umstrittene Tunnel zum Intendanz- und Probengebäude. Dort waren historische Pfähle gefunden worden, die zu einer Bauverzögerung führten und die Sanierungskosten erhöhten.

Die Sanierung des von Generalmusikdirektor Daniel Barenboim und Intendant Jürgen Flimm geleiteten Opernhauses hatte bereits 2010 begonnen und sollte ursprünglich im Herbst 2013 beendet sein. Aber wegen Planungspannen sowie Schwierigkeiten mit dem morastigen Grund und der maroden Bausubstanz stiegen die Kosten von 239 auf inzwischen wohl 389 Millionen Euro. Die Wiedereröffnung soll nun im Herbst 2017 stattfinden. Zur Wiedereröffnung der Lindenoper am 3. Oktober 2017 planen Barenboim und Regisseur Flimm eine Opernuraufführung.