Besucheransturm

Berliner Ai Weiwei-Ausstellung wird verlängert

Seit Anfang April läuft die Ausstellung von Ai Weiwei im Martin-Gropius-Bau. Jetzt wird der 150.000. Besucher erwartet. Das Museum will die Schau „Evidence“ deshalb auch um eine Woche verlängern.

Foto: Johnny Erling

Die seit Anfang April in Berlin gezeigte weltweit größte Einzelschau des chinesischen Künstlers Ai Weiwei erwartet in dieser Woche den 150.000. Besucher. Die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau mit dem Titel „Evidence“ (englisch: Beweis) sei ein großer Erfolg und werde um eine Woche verlängert, teilte das Museum am Donnerstag in Berlin mit. Die Schau, die das vielfältige Werk des Künstlers auf 3000 Quadratmetern in 18 Räumen zeigt, ist damit noch bis zum 13. Juli zu sehen.

Ai Weiwei gilt als der bekannteste Vertreter der Gegenwartskunst in China. Ein zentrales Kunstwerk der Berliner Ausstellung ist seine Arbeit „Stools“ (Hocker), eine flächige Installation aus rund 6.000 Holzschemeln aus der Qing-Dynastie, die den rücksichtslosen Umgang mit der eigenen Vergangenheit im heutigen China symbolisieren soll.

Fragen Sie Ai Weiwei - Der Künstler antwortet

Zu sehen ist unter anderem auch ein Nachbau der Zelle, in der Ai Weiwei nach seiner Verhaftung im Jahr 2011 insgesamt 81 Tage an geheimem Ort festgehalten wurde. Seither werden dem Künstler aufgrund seiner regimekritischen Äußerungen Ausstellungen in China verwehrt. Zur Ausstellungseröffnung in Berlin konnte er nicht kommen, weil ihm sein Reisepass entzogen wurde.