Berliner Hochschule

Bau eines neuen Campus für Schauspielschule kann starten

Mit ihren kreativen Protesten hatten die Studierenden der „Ernst Busch“ Erfolg. Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses gab 30 Millionen Euro für einen Umbau frei.

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Der Bau eines neuen Campus für die Berliner Hochschule für Schauspielschule „Ernst Busch“ soll am 1. Juni 2014 starten. Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses gab jetzt einstimmig Haushaltsmittel in Höhe von 30 Millionen Euro frei, wie die Hochschule am Donnerstag mitteilte.

Mit diesem Geld werden die ehemaligen Opernwerkstätten an der Chausseestraße in Berlin-Mitte bis Ende 2016 für die Zwecke der Hochschule umgebaut. Als Termin für den Baubeginn hat die Hochschule den 1. Juni 2014 angepeilt.

„Mit der Entscheidung des Hauptausschusses findet eine Odyssee ihr glückliches Ende, in deren Verlauf das Projekt im selben Gremium bereits unmittelbar vor dem Aus stand“, erklärte die Hochschule.

Im Frühjahr 2012 entschieden die Abgeordneten mehrheitlich, das Neubauvorhaben nicht weiterverfolgen zu wollen. Die folgenden kreativen Proteste der Studierenden der „Ernst Busch“ für ihre Hochschule erregten deutschlandweit Aufmerksamkeit und brachten das Thema zurück auf die Tagesordnung des Ausschusses. Weil das Abgeordnetenhaus die Mittel für das Bauvorhaben sehr knapp kalkuliert und zudem „gedeckelt“ hat, also für Kostensteigerungen nicht aufkommen will, sagte der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien Ende 2012 einen Bauzuschuss in Höhe von 850.000 Euro zu.

Die Studenten warten seit 16 Jahren darauf, dass sie die vier verstreut liegenden, teilweise asbestbelasteten Standorte in Schöneweide, Lichtenberg und Prenzlauer Berg aufgeben können.