Berlin-Magazin

Neuer Eigentümer des "Tip" verspricht Ende des Sparkurses

Jens Lohwieser war früher Redakteur der „Berliner Zeitung“, dann machte er sich selbstständig. Heute gehört ihm das Unternehmen Raufeld Verlag und dieses wiederum übernimmt das Stadtmagazin „Tip“.

Am Freitag stellte sich der neue Eigentümer vor, der ein alter Bekannter ist. Jens Lohwieser heißt er, früher war er Redakteur der "Berliner Zeitung", dann machte er sich selbstständig. Heute gehört ihm das Kreuzberger Unternehmen Raufeld Verlag und dieses wiederum übernimmt das Stadtmagazin "Tip".

Ab 1. September 2013 wird Raufeld die "Tip"-Geschäfte vom Berliner Verlag ("Berliner Zeitung", "Berliner Kurier") führen. Seit 2010 besorgt die Firma Produktion und Layout des Stadtmagazins. Das ist eine überraschende Wende für das Berliner Traditionsmagazin, das 1972 gegründet wurde und seit Jahren gegen eine fallende Auflage kämpft.

Der "Tip" sei eine "starke Marke", sagt Geschäftsführer Jens Lohwieser der Berliner Morgenpost, bei dem aber in der Vergangenheit "nur noch gespart wurde". In der Tat arbeiten beim "Tip" heute lediglich eine Handvoll Redakteure. "Wir wollen in die publizistische Zukunft investieren. Wir wollen die Berichterstattung über Kultur und Stadtpolitik wie auch den Service stärken", verspricht Lohwieser. Die 26 Mitarbeiter des "Tip" werden übernommen, zudem werden die 25 Redakteure von Raufeld Medien nun ein weiteres Betätigungsfeldbekommen. Raufeld verkauft bundesweit an Zeitungen und Zeitschriften redaktionelle Inhalte. "Mit Raufeld übernimmt ein langjähriger und verlässlicher Partner unseres Hauses den 'Tip'", sagt Michael Braun, Geschäftsführer der Berliner Verlag GmbH.

Bei 33.000 Stück liegt die Auflage des Stadtmagazins, ein Exemplar finde aber durchschnittlich fünf Leser. Auf der Basis von 150.000 Lesern könne man den "Tip" rentabel gestalten, glaubt Lohwieser. Zum einen habe sein Unternehmen nicht so hohe Konzernkosten zu tragen wie der Berliner Verlag. Zum anderen plane man den Internet-Auftritt zu verbessern. In der Vergangenheit habe der "Tip" nicht ausreichend in seine Web-Präsenz investiert und das jüngere Publikum damit schon verloren gegeben. Dieses wolle man nun ändern.

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