Erweiterung

Berliner Museum für Islamische Kunst zieht um

Das Museum für Islamische Kunst auf der Berliner Museumsinsel soll zum größten seiner Art in der westlichen Welt werden. Nach dem für 2019 geplanten Umzug vom Süd- in den Nordflügel des Pergamonmuseums wird ihm wesentlich mehr Fläche zur Verfügung stehen.

Das Museum für Islamische Kunst zieht innerhalb des Berliner Pergamonmuseums um und will ab 2019 seine Sammlung in neuem Gewand präsentieren. Das kündigte Museumsdirektor Stefan Weber am Mittwoch an. Zudem soll das Haus auf der Museumsinsel auch gesellschaftspolitisch eine Rolle spielen und den Muslimen in Deutschland eine kulturelle Heimat bieten. Die bislang 700 Quadratmeter große Ausstellung präsentiert im Südflügel des Pergamonmuseums Exponate aus dem 8. bis 19. Jahrhundert.

Die Fläche im Nordflügel soll etwa doppelt so groß werden. Die Ausstellung wird künftig nicht mehr nach Dynastien, sondern nach für die Besucher leichter verständlichen Themen und Epochen geordnet. Zur Sammlung zählen die Steinfassade von Mschatta, Grabungsfunde von Stuckwänden aus Palästen in Samarra, das Aleppo-Zimmer aus dem Haus eines Kaufmanns in Syrien und Wandkeramiken aus der Türkei und dem Iran. Weber unterstrich die Bedeutung der Exponate aus der frühen Zeit. „Hier hat die Sammlung Weltruhm.“

Diese Woche diskutieren Wissenschaftler und Kuratoren in der Hauptstadt über die künftigen Konzepte des Islamischen Museums und des Aga Khan Museums in Toronto (Kanada), das von dem japanischen Architekten Fumihiko Maki entworfen wurde.

Im Pergamonmuseum sind zwei weitere Häuser untergebracht, die Antikensammlung und das Vorderasiatische Museum. Zu den Hauptattraktionen gehören der Pergamonaltar, das Markttor von Milet und das Ischtar-Tor. Das Pergamonmuseum wird Stück für Stück saniert, was Teil des Masterplans für die Museumsinsel ist. Dazu zählt auch das neue Eingangsgebäude von David Chipperfield, dessen Bau in diesem Jahr beginnen soll.

Das Museum für Isalmische Kunst im Netz.