„Dance The Boogie“

BossHoss gehen wieder auf Tournee

| Lesedauer: 3 Minuten
Ulrike Borowczyk
Alec „Boss Burns“ Völkel (l.) und Sascha „Hoss Power“ Vollmer (r.) während der „Secret Show“ in Wilhelmsruh.

Alec „Boss Burns“ Völkel (l.) und Sascha „Hoss Power“ Vollmer (r.) während der „Secret Show“ in Wilhelmsruh.

Foto: Soeren Stache / dpa

Die Berliner Cowboys sind zurück: The BossHoss gehen wieder auf Tournee. Und am 15. Juli erscheint ihr neuer Song „Dance The Boogie“.

Von jetzt auf gleich tobt die Menge, denn es ist ordentlich Dampf auf dem Kessel in „Dance The Boogie“, dem neuen Song von The BossHoss, der am 15. Juli erscheint. Der geht mit schnellen Beats von Sekunde eins an in die Beine. Dancefloor-kompatibel. Die Wave-Flamer arbeiten dazu im Minutentakt, schicken ihre Feuersäulen Richtung Decke. Dabei wird es in der Probehalle schnell kuschelwarm. Und der Geruch von Ethanol juckt in der Nase. Kaum zwei Meter weiter sieht man die Schweißperlen auf den Gesichtern der Band. Ein ganzer Saal auf Tuchfühlung mit den Berliner Cowboys.

Die Band hat die Auszeit genutzt, um neue Songs zu schreiben

Ein Appetizer-Track. Von Alec Völkel mit den Worten angekündigt: „Liebe Freunde der guten Musik, wir haben natürlich auch etwas gemacht in den letzten zwei Jahren. Erst mal viel Urlaub nach fast 20 Jahren BossHoss.“ Aber die Band habe die Auszeit auch genutzt, um neue Songs zu schreiben. Das neue Album „Electric Horsemen“ ist für das Frühjahr 2023 angepeilt.

Doch zunächst gilt es, ab Ende Juni die aus bekannten Gründen zweimal verschobene Tour nachzuholen: „Black Is Beautiful“, benannt nach dem Album von 2019. Die Songs wollen endlich mal live performt werden. Natürlich im Gesamtpaket mit den Hits der Band. Einen Vorgeschmack darauf gab es bei der „Secret Show“ in der Probehalle 2 auf dem Gelände von Black Box Music in Wilhelmsruh. Bei Barbecue und kühlen Getränken am frühen Abend waren Familie, Freunde und ausgewählte Fans zum ersten Live-Konzert mit Song-Premiere nach einer gefühlten Ewigkeit eingeladen.

Ab sofort wollen es The BossHoss wieder richtig krachen lassen. „Wir sind The BossHoss und haben Bock auf live“, heißt es denn auch zur Begrüßung. Die siebenköpfige Band um die Frontmänner Alec „Boss Burns“ Völker und Sascha „Hoss Power“ Vollmer hat sich dafür die Stetsons aufgesetzt und ist in die Cowboystiefel geschlüpft. Zur Unterstützung haben Deutschlands erfolgreichste Country-Rocker eine dreiköpfige Brass-Sektion an Bord geholt. Die trägt passend zu ihren Mariachi-Fanfaren Sombreros, kann sich artig synchron verbeugen und sorgt für einen extrem satten Sound.

„Der ein oder andere Song kann sich wiederholen. Ich hoffe, ihr habt Zeit mitgebracht“, scherzt Alec Völkel. Und Sascha Vollmer schickt hinterher: „Wir spielen natürlich unser volles Set von dreieinhalb Stunden.“ Was Hoffnungen schürt. Ganz so lang wird der Gig dann doch nicht. Leider, denkt sich manch einer. Aber schließlich geht es am nächsten Tag für die Musiker zum Alpenflair Festival nach Südtirol. Davor brauchen selbst hartgesottene Lassoschwinger eine Mütze Schlaf.

BossHoss hat noch keinen Konzerttermin für Berlin angekündigt

Was The BossHoss auf der Probe bieten, zaubert allerdings bei allen ein glückliches Lächeln auf die Lippen. Ein musikalisches Feuerwerk mit angezerrten Rockriffs und countryseligen Melodien. Wie „Dos Bros“ und selbstredend „Jolene“, das druckvolle Cover von Dolly Partons Klassiker.

Klar, es gibt auch die inoffizielle BossHoss-Hymne „Don’t Gimme That“. Ein Hohelied auf den Rock’n’Roll. Wobei die Cowboys ihre Live-Qualitäten wieder einmal unter Beweis stellen. Zwar steht noch kein Termin in Berlin, doch nach der Show hat man definitiv Lust auf mehr.